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16. Jh., Jesuskind von Mechelen, Skulptur

Codice: 454341
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Autor: Fiandre, Malines
Epoche: 16. Jh.
Kategorie: 500
Aussteller
DEQU.ART
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Via Novara, 6, Omegna (VB (Verbania)), Italien
+393293194887
https://www.dequart.com/
16. Jh., Jesuskind von Mechelen, Skulptur  Übersetzt
Beschreibung:
Flandern, Erste Hälfte 16. Jh. Jesuskind von Mechelen oder Salvator Mundi Polychromes Holz, H 45 Die untersuchte Skulptur stellt das Jesuskind nach der berühmten Typologie des Jesuskindes von Mechelen (flämisch Mechels Kindje) dar, einer besonders verbreiteten Andachtsproduktion in den südlichen Niederlanden zwischen dem späten 15. und der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts mit Hauptzentrum in der Stadt Mechelen (Malines in der französischen Tradition). Die Ikonografie, die vor allem für die private und konventuelle Andacht bestimmt war, erfuhr einen großen kaufmännischen Erfolg und zirkulierte dank des internationalen Handels der flämischen Werkstätten auch im germanischen, iberischen und italienischen Raum. Die Figur gehört zum Typus des kindlichen Salvator Mundi: das stehende und nackte Kind schreitet mit leicht vorgesetztem rechtem Bein in dynamischer und segnender Haltung voran, während die andere Hand den Globus hält, ein Symbol der universellen Herrschaft Christi über die Welt. Die frontale Haltung, die Geste des lateinischen Segens und der Kreuzglobus stammen direkt aus der Ikonografie des erwachsenen Christus Salvator Mundi, der hier nach einer spätgotischen, stark narrativen und affektiven Empfindsamkeit in kindlicher Form neu interpretiert wurde. Stilistisch weist die Skulptur die typischen Merkmale der Produktion von Mechelen auf: das runde Gesicht mit vollen Wangen, die kleinen, eng beieinander liegenden Augen, das angedeutete Lächeln, das kurze, feine und geringelte Haar, das ordentlich auf der Stirn angeordnet ist. Die Anatomie erscheint bewusst vereinfacht und synthetisch, mit zylindrischen Gliedmaßen und summarischer Modellierung, nach seriellen Modalitäten, die für die spezialisierten Werkstätten typisch sind, die im 15. und 16. Jahrhundert in der flämischen Stadt tätig waren. Die ursprüngliche Polychromie, ein wesentliches Element dieser Produktionen, trug dazu bei, den Naturalismus der Figur und ihre Andachts wirksamkeit zu betonen. Die Jesuskinder von Mechelen wurden oft als "bekleidbare" Bilder konzipiert: Die Skulptur konnte mit kostbaren Stoffen, Kränzchen, Votivketten oder kleinen metallischen Exvotos geschmückt werden, nach Andachtspraktiken, die vor allem in Frauenklöstern und im aristokratischen familiären Umfeld verbreitet waren. Diese Gewohnheit erklärt sowohl die relative anatomische Schematik als auch die häufige Anwesenheit von Löchern oder Anpassungen zur Anbringung von Kleidern und Accessoires. Der Erfolg solcher Bilder wurde durch die protoindustrielle Organisation der Werkstätten von Mechelen begünstigt, die sich auf die Herstellung kleiner Holzskulpturen für den Export spezialisiert hatten. Die Stadt wurde nämlich neben Antwerpen und Brüssel zu einem der wichtigsten europäischen Zentren für polychrome Holztafelplastik. Ikongraphisch und typologisch findet das Werk seinen Vergleich mit dem Jesuskind im Museum Hof van Busleyden, mit den Exemplaren des Museums von Leuven und mit den zahlreichen Niños de Flandes, die in Museumssammlungen, wie denen des Madeira Museums, oder in spanischen und portugiesischen Privatsammlungen erhalten sind, was die iberische Verbreitung dieser flämischen Produktion bezeugt. Weiterhin können passende Vergleiche mit den kleinen Andachtsskulpturen gezogen werden, die im frühen 16. Jahrhundert nach Venedig und Mittelitalien exportiert wurden, wo solche Modelle auch einige lokale Produktionen beeinflussten. Die vorliegende Skulptur reiht sich somit voll und ganz in die glückliche Produktion der "Mechelen toys" ein, ein Begriff, mit dem die angelsächsische Historiographie diese Andachtsbilder im kleinen Format bezeichnet, die wegen ihres intimen, familiären und affektiven Charakters geschätzt werden. Das Werk stellt ein bedeutendes Zeugnis für die europäische Zirkulation flämischer Bildmodelle im frühen 16. Jahrhundert und für die Verbreitung einer christologischen Andacht dar, die sich auf die kindliche Menschheit Christi konzentriert. ??Alle unsere Werke werden von einem ausführlichen Echtheitszertifikat begleitet. ?? Professionelle Verpackung und versicherter Versand, um maximale Sicherheit beim Transport zu gewährleisten. ??Fordern Sie weitere Informationen an, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren +39 329 319 4887 – [email protected] ??Videoanrufe und Direktbesichtigungen nach Vereinbarung in MAILAND und BORGOMANERO (NO) möglich. ??Weitere Informationen und Fotos: www.dequart.com IG - FB @dequ.art  Übersetzt