Fantastisches Landschaftsgemälde mit Maria Magdalena
Werkstatt von Paul Bril (Antwerpen, 1554 – Rom, 1626)
Erste Hälfte des 17. Jahrhunderts
Öl auf Leinwand (76 x 96 cm – In antiker Fassung 95 x 119 cm)
Vollständige Details des Kunstwerks (klicken Sie HIER)
Das betrachtete Gemälde, eine faszinierende Fantasielandschaft, deren Merkmale uns sofort die nordische Herkunft ihres Autors verraten, ist voll und ganz der engen Umgebung des Flamen Paul Bril (Antwerpen, 1554 – Rom, 1626) zuzuordnen, und insbesondere einem fähigen Maler, der in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts tätig war.
Die Ansicht zeichnet sich durch eine ausgeprägte fantasievolle, freie Ader aus, die die realistische Landschaft in etwas absolut Traumhaftes, fast Traumerfülltes verwandeln kann und reiht sich in eine typische Landschaftsströmung des flämischen 17. Jahrhunderts ein, deren unbestrittener Meister Paul Bril war.
In der Ferne erblickt man mit abnehmender Wirkung einen weiten Landschaftsausschnitt, der aus Städten, Wasserläufen, Burgen, steilen Felsen und Bergen besteht: Sowohl die Beschreibung der Details als auch der Verlauf der Perspektive und die Farbtöne, die sich durch die suggestive Eleganz der Töne auszeichnen, sind eindeutige Merkmale, die seine Nähe zum Autor bestätigen.
Der Meister pflegte in seinen faszinierenden Landschaften religiöse Figuren einzufügen: In unserem Fall ist die Protagonistin des Werkes eine verführerische Heilige Maria Magdalena, halbnackt, um ihre sündige Vergangenheit zu erinnern, mit langen Haaren, die ihr über den Körper fallen, und einem Blick voller Emotion und Reue. An ihrer Seite der Totenkopf, das Kreuz und die Salbenphiole, die drei kanonischen Symbole ihrer Ikonographie.
Die Zeichnung stammt aus einem berühmten Stich mit der Darstellung der büßenden Magdalena in einer Landschaft, der von Raphael Sadler um 1583 gestochen wurde und auf einer Erfindung des flämischen Malers Marten de Vos (1532–1603) basiert (https://www.museodelprado.es/coleccion/obra-de-arte/magdalena-penitente/2f87bced-5715-4894-bb75-97c478a7733a).
Wir wissen tatsächlich, dass Paul Bril sich bei zahlreichen Gelegenheiten aus dem ikonografischen Repertoire von de Vos bediente und dessen Zeichnungen als thematische Grundlage für seine Kompositionen nutzte, die er dann mit seinem typischen Landschaftsstil integrierte und sein kanonisches Schema der "Kulissenlandschaft" verwendete, mit dichter Vegetation im Vordergrund, die die heilige Szene einrahmt.
Der Effekt wird durch die unterschiedliche Palette verstärkt, einerseits in Braun- und warmen Tönen gehalten, andererseits charakterisiert durch die kalten Blautöne, mit denen die Berge im Hintergrund und der Himmel dargestellt sind, wobei letzterer von einem Lichtstrahl durchzogen ist, der aus der rechten Ecke des Gemäldes kommt und auf die Figur gerichtet ist.
Unter Berücksichtigung der noch archaischen Aspekte der Komposition ist die Leinwand von den Werken seiner frühen malerischen Phase (also noch aus dem 16. Jahrhundert) inspiriert, als der Autor noch an fantastischen spätmanieristischen Landschaften gebunden war, die an Pieter Brueghel den Älteren erinnern.
Zum Vergleich werden einige Werke des Meisters betrachtet, die heute in verschiedenen Museen aufbewahrt werden, darunter:
Paul Bril, Landschaft mit Maria Magdalena, Bayerische Staatsgemäldesammlungen – Alte Pinakothek (Abb. 1)
Paul Bril, Landschaft mit Franz von Assisi, Galleria Borghese, Rom (Abb. 2)
Paul Bril (Kreis), Meereslandschaft mit Hieronymus, Museo Civico Sarnico (Abb. 3)
Paul Bril, Christus und die Jünger auf dem Weg nach Emmaus, Castello di Udine (Abb. 4)
Paul Bril, Landschaft mit Rückkehr des verlorenen Sohnes, Privatsammlung (Abb. 5)
(Abb. 1) https://www.sammlung.pinakothek.de/de/artwork/gR4k3ZN4Ee
(Abb. 2) https://www.collezionegalleriaborghese.it/opere/paesaggio-con-san-francesco-dassisi
(Abb. 3) https://catalogo.beniculturali.it/detail/HistoricOrArtisticProperty/0303271301
(Abb. 4) https://cbc-fe-collaudo.regione.fvg.it/opera/?s_id=482706
(Abb. 5) https://catalogo.fondazionezeri.unibo.it/entry/work/33136/
KONSERVIERUNG: Die Leinwand zeichnet sich durch leuchtende Farben und, unter Berücksichtigung des Alters, guten Erhaltungszustand aus, mit verstreuten Retuschen auf der Oberfläche.
ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN:
Das Werk wird komplett mit einem schönen Rahmen verkauft und ist mit einem Echtheitszertifikat und Garantie versehen.
Wir kümmern uns um den Transport der gekauften Werke und organisieren diesen sowohl für Italien als auch für das Ausland über professionelle und versicherte Spediteure. Sie können das Gemälde auch in der Galerie in Riva del Garda besichtigen, wir freuen uns, Sie begrüßen zu dürfen, um Ihnen unsere Sammlung von Werken zu zeigen.
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