Öl auf Leinwand aus dem 18. Jahrhundert
Betreff: Christus und die Samariterin am Brunnen
Dieses raffinierte Ölgemälde auf Leinwand aus dem späten 18. Jahrhundert stellt die biblische Episode der Begegnung zwischen Christus und der Samariterin am Brunnen dar. Die Komposition ist von einer Atmosphäre ruhigen spirituellen Dialogs durchdrungen, die typisch für die Andachtsmalerei ist.
Komposition und Charaktere: Die Figur Christi ist sitzend dargestellt, in einer Haltung nachdenklicher Müdigkeit, das Gesicht der Samariterin zugewandt. Letztere, elegant gekleidet mit farbenfrohen Gewändern und einer raffinierten, hochgesteckten Frisur, hält eine Kupferamphore und das Seil zum Wasserschöpfen in der Hand, zentrale Symbole der Evangeliumserzählung.
Landschaftlicher Kontext: Im Hintergrund erhebt sich eine imposante befestigte Architektur, die an die antike Stadt Siches erinnert. Der Himmel ist mit einer zarten rosa Nuance wiedergegeben, die das Licht der Morgen- oder Abenddämmerung suggeriert und der Szene Tiefe und Lyrik verleiht.
Stil und Technik: Der Pinselstrich ist weich und gekonnt, mit einem Einsatz von Helldunkel, der die Volumen der Stoffe und die Züge der Gesichter sanft modelliert. Die Farbpalette ist reich an warmen Brauntönen, tiefen Rottönen und intensiven Blautönen.
Technische und konservatorische Details
Träger: Öl auf Leinwand.
Erhaltungszustand: Das Gemälde befindet sich in ausgezeichnetem Zustand. Werk neu gefüttert und neu gerahmt.
Rahmen: Das Werk wird durch einen stilvollen Rahmen mit dunkler Oberfläche und vergoldetem Innenprofil aufgewertet.
Abmessungen: 92 x 120 cm inklusive Rahmen, 73 x 100 cm nur die Leinwand.
Das Originalgemälde
Standort: Das Original von Lavinia Fontana mit dem Titel "Christus und die Samariterin am Brunnen" befindet sich im Nationalmuseum von Capodimonte in Neapel.
Technische Daten des Originals: Es ist ein großformatiges Ölgemälde auf Leinwand (ca. 160 x 117 cm).
Interpretation des Themas: Lavinia Fontana interpretierte diese evangelische Episode mit einer besonderen Anmut und kleidete die Samariterin wie eine Edelfrau ihrer Zeit, eine Wahl, die es der Künstlerin ermöglichte, ihr außergewöhnliches Können im Malen von luxuriösen Kleidern und wertvollen Details zu demonstrieren.