Maler aus dem Umkreis von Otto Modersohn, Worpsweder Schule, Deutschland 1947, Öl auf Papier, datiert und signiert. Ländliche Seenlandschaft. Leider ist die Unterschrift unleserlich. Maße: 58x45 cm. Worpsweder Schule. Im Jahr 1889 beschlossen drei Künstler, die mit den Regeln der formalen Malerei nicht mehr zufrieden waren, dem Beispiel des Reiseschriftstellers Johann Georg Kohl folgend, in Worpswede, einem Dorf unweit von Bremen in Norddeutschland, eine Gruppe zu gründen. Ihre Namen waren Fritz Mackensen, Hans am Ende und Otto Modersohn. Ziel der Gruppe war es, ihre Unabhängigkeit von den großen Kunstakademien zu fordern. Die meisten von ihnen waren ehemalige Schüler der Kunstakademie Düsseldorf. Wie viele junge Künstler von Malakademien des 19. Jahrhunderts betrachteten sie diese als offizielle Institutionen und ihre Lehrer und Lehrmethoden als veraltet. Mit der Gründung der Worpsweder Gruppe strebten sie danach, einen Raum zu schaffen, wie ihn zuvor Théo Rousseaus Schule von Barbizon geschaffen hatte. Wie in Frankreich war der Zweck zweifach: „en plein air“ zu arbeiten, die Maltechnik zu revolutionieren und ihr Werk in der ländlichen Bevölkerung widerzuspiegeln, die als rein und noch nicht von der Zivilisation verdorben galt. Eine große Hilfe für das Überleben der Gruppe waren die Aufträge des Industriellen Ludwig Stollwerck, der die Arbeit der Künstlergruppe für die Werbung seiner Schokoladenfabrik in Köln nutzte. Die Reichstagswahlen am 5. März 1933 führten zum Triumph der Nationalsozialistischen Partei in Worpswede, und infolgedessen spaltete sich die Gruppe in zwei Fraktionen: Fritz Mackensen und Carl Emil Uphoff sprangen auf den Zug der Sieger auf, während andere wie Heinrich Vogeler (der in seinem Barkenhoff-Kreis die Utopie einer klassenlosen Gesellschaft verwirklichen wollte) zur Auswanderung gezwungen wurden. In Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Neuen Kodex für Kulturgüter stellt die verkaufende Gesellschaft gleichzeitig mit dem Verkauf eine detaillierte schriftliche fotografische Garantie für die Originalität und Herkunft der verkauften Werke zur Verfügung. Die Daten, mit denen die Werke beschrieben und dann in den schriftlichen Garantien enthalten sind, sind Ausdruck genauer, gründlicher und dokumentierter technisch/historisch/künstlerischer Untersuchungen.