Äußerst seltene "Barbe" für eine Kopfbedeckung aus "Point de Gaze"-Spitze, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Brüssel mit der Nadel gefertigt wurde.
Diese Art von Nadelspitze, die sich durch florale Motive auszeichnet und auch als "Point de Gauze" bekannt ist, entwickelte sich ab 1830 in Brüssel und verbreitete sich schon bald in ganz Europa. Sie ist dem Alençon-Spitzentechnisch sehr ähnlich, zeichnet sich aber durch einen sehr leichten, weichen, fast unmerklichen Netzgrund aus, der durch das Verdrillen von zwei sehr dünnen Fäden entsteht und bei dem kleine, unmerklich miteinander verbundene Stücke verwendet werden.
Sie ist ca. 125 cm lang und befindet sich, wenn man die Entstehungszeit berücksichtigt, in einem ausgezeichneten Zustand, kann bei Bedarf als Jabot oder Halstuch verwendet werden.