Porträt einer Dame
Giacomo Fiamminghi (Luzzara, 1815 - Verona, 1895)
49,5 x 42 cm
im Rahmen 62 x 54 cm
Das Gemälde, das 1856 von Giacomo Fiamminghi vermutlich im Auftrag entstand, zeigt eine bürgerliche Dame in einem amarantfarbenen Samtkleid mit einem Spitzenkragen, der mit einer üppigen Brosche geschmückt ist, die mit den eleganten Ohrringen ein Schmuckset bildet.
Das Gemälde ist signiert und datiert 1856, also während seines Aufenthalts in Verona entstanden.
Giacomo Fiamminghi wurde in Luzzara als Sohn von Giuseppe und Angela Grisanti geboren und verbrachte seine ersten Lehrjahre im nahegelegenen Guastalla bei Gualdi, bevor er an die Königliche Akademie von Parma wechselte, wo er Schüler von G. B. Borghesi war. Um 1840 zog er dank seiner Freundschaft mit dem Graveur Toschi als Schüler von S. Jesi an die Akademie von Florenz. In Florenz widmete er sich dem Studium des Aktes und der toskanischen Malerei des 15. Jahrhunderts. Ebenfalls im Jahr 1840 erhielt er den Auftrag, das Altarbild des hl. Sebastian, das von den frommen Frauen betreut wurde und noch heute in der Pfarrkirche von Luzzara aufbewahrt wird, zu malen, was seine akademische Vorbereitung bestätigt. Von Florenz zog er nach Mantua, wo er zwei Jahre blieb; ein Selbstporträt, das sich zuvor in einer Privatsammlung befand, stammt wahrscheinlich aus dieser Zeit. 1845 ging er nach Verona und trat der Akademie für Malerei und Bildhauerei bei. 1858 gehörte er zu den Gründern der Gesellschaft der Schönen Künste und nahm im selben Jahr an der ersten der vom Veroneser Verein organisierten Ausstellungen teil: Er stellte das Gemälde Nina oder die Wahnsinnige aus Liebe aus, das um 1850 entstand (Verona, Galerie für moderne Kunst, siehe Marinelli, 1989), und ein Selbstporträt aus, das ihn in den Fokus der Veroneser Familien rückte und ihm so eine interessante Marktnische im Bereich der bürgerlichen Porträtmalerei eröffnete.
Seine Werke sind in bedeutenden Privatsammlungen sowie in lokalen Institutionen wie der Accademia Virgiliana, in Verona in der Sammlung moderner Kunst des Palazzo Forti, aufbewahrt.
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