Apertura ricerca...

Francesco Simonini (Parma, 16. Juni 1686 – Parma, 1766), Die Rast der Soldaten und Der Marsch der Soldaten, Gemäldepaar, Öl auf Leinwand

Codice: 350452
Aggiungi ai preferiti
Autor: Francesco Simonini
Epoche: 18. Jh.
Kategorie: Gefecht
Aussteller
Brozzetti Antichità
Alle Artikel des Händlers anzeigen
Via Vittorio Emanuele 42/A, Cherasco (CN (Cuneo)), Italien
Andrea +39 348 4935001
http://brozzettiantichita.com
Francesco Simonini (Parma, 16. Juni 1686 – Parma, 1766), Die Rast der Soldaten und Der Marsch der Soldaten, Gemäldepaar, Öl auf Leinwand  Übersetzt
Beschreibung:
Francesco Simonini (Parma, 16. Juni 1686 – Parma, 1766) Die Rast der Soldaten und Der Marsch der Soldaten Öl auf Leinwand, cm 40 x 58 und 40 x 60 (ohne Rahmen) jeweils; mit Rahmen: H 52,5 x B 70,5 x T 6 und H 52,5 x B 72,5 x T 6 Preis: Verhandlungssache Objekt mit Echtheitszertifikat und Gutachten am Seitenende Die hier präsentierten Gemälde von beachtlichem malerischem Wert und dem Maler Francesco Simonini zuschreibbar, stellen zwei verschiedene Momente im Zusammenhang mit Schlachten und militärischen Themen dar, nämlich Die Rast der Soldaten und Der Marsch der Soldaten. Auf dem hier links gezeigten Gemälde sind im Vordergrund einige sitzende Soldaten zu sehen, die damit beschäftigt sind, Würfel zu spielen, während daneben ein Paar mit Wein zecht. Die Szene spielt im Freien, in einer Landschaft, neben einem Felsvorsprung, auf dessen Spitze ein Turm thront. Auf der linken Seite befindet sich ein Paar von Herren in adliger Kleidung, und ein Bettler hält ihnen einen Hut als Zeichen der Almosen entgegen. Im Hintergrund sind weitere Figuren dargestellt, darunter berittene Soldaten und Wanderer, während in der Ferne eine Stadt und ein hoher Glockenturm zu sehen sind. Der Horizont wird von Felsformationen und anderen kleinen Dörfern bestimmt. Der blaue Himmel ist von einigen weißen, dampfenden Wolken durchzogen. Das andere Gemälde zeigt in der unteren Hälfte der Leinwand eine militärische Aufstellung, in der verschiedene berittene Soldaten versammelt und bereit zum Marsch sind. In der Ferne ist eine Stadt mit Mauern und Türmen zu erkennen, hinter der ein markanter Berg als Kulisse für die Szene dient. Einige Wolken beleben den heiteren Himmel. Das Genre der Schlachtenmalerei und der Szenen, die eng mit dem Konflikt verbunden sind, darunter die Soldzahlungen und die Rasten der Truppen, die Vorstöße und die Märsche der Soldaten, erfreut sich in den Sammlungen des italienischen und europäischen Adels des 17. und 18. Jahrhunderts großer Beliebtheit. Die Schlachtenmalerei war ein Genre, das vor allem von den großen aristokratischen Familien wie den Medici in Florenz und den Este in Parma geliebt und nachgefragt wurde, die ihre Salons gerne mit Gemälden der wichtigsten "Battaglisti" ausstatteten. Unter diesen ragte Francesco Antonio Simonini (1686 – 1766) heraus, der nach seiner Tätigkeit in Parma, Rom, Florenz und Bologna den größten Teil seiner Werke in Venedig schuf. Das Gemäldepaar, das Gegenstand dieser Studie ist, kann mit hinreichender Überzeugung durch Stilvergleich dem Werkkorpus dieses Malers zugeordnet werden. Francesco Antonio Simonini wurde am 16. Juni 1686 in Parma geboren, wie aus seiner Taufurkunde hervorgeht, die Enrico Scarabelli Zunti in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts veröffentlichte. [...] Sein besonderer Stil, der sich durch schnelle Pinselstriche und die Verwendung lebhafter Farben auszeichnet, wird vor allem durch den Einfluss der venezianischen Schule geprägt. Charakteristisch für seine Malerei ist auch die Tendenz, langgestreckte und geschwungene Figuren zu schaffen, die Aufmerksamkeit für landschaftliche und architektonische Details auch im klassischen Stil, die Tiefe der Landschaft, die sich ins Unendliche verliert, die fast undefinierte Horizontlinie, die Himmel und Erde verschwimmen lässt, die Dramatik und der Realismus, in denen sich der Einfluss von Salvator Rosa bemerkbar macht. Es ist daher möglich zu sagen, dass Simonini die Lehre seiner Vorgänger neu zu interpretieren wusste und sie mit einem venezianischen Kolorismus bereicherte, den er während seines langen Aufenthalts in der Lagunenstadt erwarb, und mit einer freien und ausgefransten Note, die der Komposition Leichtigkeit verleiht. Aus dem stilistischen Vergleich zwischen den vorliegenden Werken und denen, die dem Katalog von Francesco Simonini zurückgegeben wurden, gehen die Besonderheiten seiner Malerei deutlich hervor. Die eleganten, langgestreckten Figuren, die mit sicheren und schnellen Pinselstrichen behandelt werden, die Art und Weise, wie die Landschaft und der Himmel beschrieben werden, die chromatische Palette sind in der Tat völlig vergleichbar mit zahlreichen anderen Gemälden von Simonini. Ebenso für die Verwendung von Weiß, das der Künstler gekonnt einsetzt, um Glanzlichter und Lichtpunkte zu schaffen, die dazu dienen, seinen Figuren Dreidimensionalität und materielle Wiedergabe zu verleihen, wie das Funkeln der Waffen und das weiche Gefieder der Hüte. Der Druck einer Radierung, die in Neapel aufbewahrt wird und nach einer Zeichnung von Francesco Simonini angefertigt wurde, zeigt deutlich eine Komposition, die der in einem der beiden vorliegenden Gemälde völlig ähnlich ist. Die Spiegelbildlichkeit der Motive ergibt sich aus der Drucktechnik selbst: Die Gravur der Zeichnung auf Kupfer erfolgt auf der Platte, die dann umgedreht und auf Papier gedruckt wird, wodurch ein symmetrisches Bild entsteht. Carlotta Venegoni  Übersetzt