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"Kleiner Schüler" Arthur Navez (1881-1931) Öl auf Leinwand 73 x 99 cm

Codice: 329651
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Epoche: Frühes 20. Jh.
Kategorie: interne
Aussteller
Les Galeries du Luxembourg
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"Kleiner Schüler" Arthur Navez (1881-1931) Öl auf Leinwand 73 x 99 cm  Übersetzt
Beschreibung:
Arthur Navez (Antwerpen 1881-Ixelles 1931) «Kleiner Schüler» Öl auf Leinwand (73 x 99 cm) (98 x 124 cm mit Rahmen) Unten rechts signiert: Navez Arthur Navez, Maler von Figuren, Interieurszenen, Landschaften und Stillleben, wurde am 17. März 1881 in Antwerpen geboren. Seine künstlerische Berufung zeigte sich in jungen Jahren, denn bereits mit 11 Jahren bestand er erfolgreich die Aufnahmeprüfung am Institut für Schöne Künste in Antwerpen. Mit 19 Jahren besuchte er ein Jahr lang die Akademie in Brüssel und zog dann nach Paris, wo er sofort an der “Ecole des Beaux-Arts” im Atelier von Jean Léon Gêrome aufgenommen wurde. Während seines siebenjährigen Aufenthalts in Paris perfektionierte Navez seinen Stil, indem er die Galerien für moderne Kunst und den Louvre besuchte, besonders angezogen von Fouquet, Clouet, Chardin, Watteau, Rembrandt, Manet und Degas. Er debütierte mit einem realistischen Stil, der der Malerei von Manet und Degas nahestand, um sich um 1910 zu einer synthetischen Wiedergabe zu entwickeln und sich innerhalb der Bewegung des "Le Fauvisme Brabançon" zu positionieren. 1907 kehrte er nach Brüssel zurück, wo er sein Leben lang unermüdlich arbeitete, verfolgt von materiellen Schwierigkeiten, da er bereits Vater eines Kindes war und seine Frau an Tuberkulose litt. 1908 stellte Navez auf dem jährlichen Salon der Künstlerbewegung “Le Sillon” ein Porträt seines Sohnes aus, das im Katalog der Ausstellung veröffentlicht wurde. Ab 1917 veränderte sich der Stil des Malers deutlich. Beeinflusst von Cézanne widmete er sich einer strukturierteren Malerei, die fast zu einem figurativen Kubismus führte. Auf den Ausstellungen des "Cercle Artistique" in Brüssel in den Jahren 1923, 1926 und 1929, wo der Künstler hauptsächlich Stillleben präsentierte, hatte er großen Erfolg. Nach 1923 malte Navez fast ausschließlich Stillleben in gedeckten Farbtönen und mit äußerst stofflichem Pinselstrich. Die Kritik schrieb: “Les natures mortes qu’Arthur Navez nous montre aujourd’hui sont harmonieuses , opulentes et faites de matière consistante et de formes précises, elles portent la marque d’une sensibilité individuelle et bien de notre temps par le choix des sujets et surtout par la qualité de la couleur, par sa fraîcheur et sa subtilité, par les sonorités délicates où tant de sensations s’accordent. 1932 wurde im Rahmen des "Salon du Printemps" in Brüssel eine bedeutende Retrospektive seiner Werke organisiert. Charles Vildrac schrieb in seiner Monographie: “Pourvu d’un métier admirable et de mieux en mieux adapté à sa nature, à sa vision, il croit encore que tout art s’applique à traduire,à magnifier, à transposer harmonieusement la vie palpitante, sa grâce et sa splendeur.” “En somme, Navez aspire à la Peinture dans ce qu’elle a d’essentiel et de permanent sans aucun souci des contorsions et des maquillages de la mode.” Beschreibung: Dieses Gemälde, wiedergegeben mit einem unvergleichlichen Reichtum an Tönen und Licht, stammt eindeutig aus der "Fauve"-Periode von Navez (um 1910). Voll und ganz den Geist der Fauvistes Brabançons erfassend, die in den einfachen Gesten unseres Alltags die Lebensfreude suchten, stellt der Künstler in einem mit vertrauten Gegenständen gefüllten Raum ein Kind dar, das eifrig seine Hausaufgaben macht. (Da in dieser Zeit der Sohn von Navez das Alter des dargestellten Kindes hatte und dieses "Enfant au coq" von 1913 sehr ähnlich sieht, könnte es sich um ein Porträt seines eigenen Sohnes handeln.) Jedes Element, behandelt als Protagonist, nimmt den Bildraum ein und definiert ihn mit aufkommender Persönlichkeit. Die Komposition des Bildes ist gekonnt durchdacht und es besteht eine enge Beziehung zwischen den gemalten Objekten, die sich durch Kontrast oder Ähnlichkeit von Formen und Farben gegenseitig ergänzen. Dieses kalibrierte Spiel von Linien, Farben, Licht und Volumen, das über das dargestellte Motiv hinausgeht, hat eine starke emotionale Wirkung auf den Betrachter. Werke in folgenden Museen: Museum von Antwerpen, Gent, Ixelles und Lüttich. Bibliographie: Charles Vildrac “Arthur Navez” Editions Pierre Tisné Paris 1949. Serge Goyens de Heusch "L'Impressionisme et le Fauvisme en Belgique" Fonds Mercator Albin Michel (S. 331,346,355,406,417,426,433,440) Paul Piron «PIRON: Dictionnaire des Artistes Plasticiens de Belgique des XIX et XX siècles» Ed. Art in Belgium (S. 217) Andrée Dessert -Corvol «ARTO: Dictionnaire Biographique Arts Plastiques en Belgique» (S. 421-422) Erhaltungszustand: gut (Das Gemälde wurde doubliert) In Treue:  Übersetzt