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Ferraù Fenzoni (Faenza 1562 – 1645) Kopf Christi mit Dornenkrone Öl auf ovalem Kupfer, cm. 6,2 x 4,9

Codice: 317847
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Autor: Ferraù Fenzoni (Faenza 1562 – 1645)
Epoche: 17. Jh.
Kategorie: religiöse
Aussteller
AliceFineArt
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Piazza Tre Martiri, 2, Rimini (RN (Rimini)), Italien
Paolo +39 335424463 | Anna +39 3333290299
https://www.anticoantico.com/espositori/gallery.asp?idantiquario=1098&lingua=ted
Ferraù Fenzoni (Faenza 1562 – 1645) Kopf Christi mit Dornenkrone Öl auf ovalem Kupfer, cm. 6,2 x 4,9  Übersetzt
Beschreibung:
Ferraù Fenzoni (Faenza 1562 – 1645) Testa di Cristo coronata di spine (Kopf Christi mit Dornenkrone) Öl auf ovalem Kupfer, cm. 6,2 x 4,9 Das Haupt Christi, von einer breiten Dornenkrone umgeben, ist leicht zur linken Schulter geneigt, während der zum Himmel gerichtete Blick das Fehlen der Frontalität korrigiert und auf eine präzise vertikale Achse zielt. Die Augäpfel scheinen sich in dieser Drehung zu vergrößern, während der Rest des Gesichts unverändert bleibt. Dichte Haarsträhnen fallen auf die Schultern und bilden riesige, spiralförmige Locken. Ein kurvenförmiges Register wird auch auf den Bart angewendet, der in zwei fast zylindrische Abschnitte unterteilt ist. Übertrieben sind auch die Blutstropfen, die in einer purpurnen Sequenz herabfließen. Das kleine Gemälde auf Kupfer basiert zweifellos auf einem der berühmten Prototypen von Guido Reni, genauer gesagt auf dem, das um 1622-23 entstand, dessen zwei eigenhändige Versionen sich eine in Kanada, in der Art Gallery of Ontario, und die andere in London, in der National Gallery, befinden. Ich glaube jedoch nicht, dass es unter die unzähligen Kopien von Schülern oder Anhängern des großen Bologneser Künstlers gezählt werden kann. Es handelt sich nämlich um eine Interpretation, die, obwohl sie sich von jenem edlen Modell inspirieren lässt, es in eine andere, autonome Richtung lenkt, obwohl sie bis jetzt anonym geblieben ist. Der Maler, der meiner Meinung nach diese Hommage mit grafischer Intonation geschaffen hat, befand sich in einem reifen Alter, war bereits seit Jahrzehnten ein bekannter und geschätzter Künstler. Ich beziehe mich auf den aus Faenza stammenden Ferraù Fenzoni, der sogar ein Dutzend Jahre vor Reni geboren wurde und der mindestens seit den achtziger Jahren des 16. Jahrhunderts prestigeträchtige Arbeitsaufträge für die vielen Dekorationsbaustellen erhielt, die von Papst Sixtus V. gefördert wurden. Die jugendliche römische Phase, die ihn zu einem der Protagonisten der letzten Maniera machte, wurde dann von einem langen Aufenthalt in Umbrien, in Todi, gefolgt, wo er im Auftrag von Kardinal Cesi zahlreiche Altarbilder malte und auch die gesamte Gegenfassade des Doms mit einem gigantischen Jüngsten Gericht freskierte. Die Miniatur im vorliegenden Fall bewahrt das Echo seiner Ausbildung, die auf einer robusten Zeichnung basiert, welche die Umrisse der Formen verstärkt. Die Verbindung mit der Ikone von Guido Reni findet eine eigene Harmonie, ähnlich einem musikalischen 'Standard', der mit einem anderen Stil arrangiert wurde. Die Zuschreibung wird auch durch den malerischen Duktus bestätigt, der durch deutliche Kontraste von Licht und volumetrischen Schatten gekennzeichnet ist, die Teile des Inkarnats aufquellen lassen und sogar das Haar in ein Flechtwerk verwandeln. Verschiedene physiognomische Übereinstimmungen können durch das Studium des Werkverzeichnisses von Ferraù Fenzoni erkannt werden, aber unter allen kann man zum Vergleich den Aufstieg nach Golgatha der Galleria Pallavicini in Rom wählen, wo Christus die gleiche Anstrengung des Blicks unternimmt wie auf dem kleinen Kupfer. (Abb. 2) Dieses unveröffentlichte Stück ist eine kleine, aber dennoch wichtige Entdeckung, die uns zeigt, wie kommunizierend auch künstlerische Figuren waren, die die Fachliteratur als einander entgegengesetzt klassifiziert.\n Bibliographie: unveröffentlicht Massimo Pulini  Übersetzt