17. Jahrhundert
Christus in Ketten
Öl auf Leinwand, cm 95 x 71 – Rahmen cm 110 x 84
Die figurative Tradition, die Christus mit gefesselten Händen darstellt, geht auf das frühe Mittelalter zurück, als sich eine Ikonographie seiner Leiden weit verbreitete. Die Notwendigkeit, die Passion in Bildern zu übersetzen, zielte darauf ab, das erfolgte Verzeihen für alle Menschen, das sich aus der Kreuzigung ergab, zu verdeutlichen.
Das vorliegende Gemälde zeigt den Moment vor der Audienz vor Pilatus. Christus ist noch nicht grausam von den Soldaten verspottet worden, obwohl er bereits die Dornenkrone und den purpurnen Mantel trägt: er weist noch keine durch Schläge verursachten Wunden auf. Ein Mann mit einem typischen orientalischen Turban blickt den Betrachter an und enthüllt die gefesselten Hände des Erlösers, während er gleichzeitig zu einer stillen Besinnung über das bevorstehende Schicksal einlädt. Das gesamte Werk ist von einem intimen Geist der Sammlung durchdrungen, der durch den dunklen Hintergrund, vor dem sich Christus beleuchtet abhebt, und vor allem erleuchtend, hervorgehoben wird.
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