Giuseppe Valeriani
(Rom, 1708? – Sankt Petersburg, 1762)
Die Apotheose des Helden, um 1755
Bozzetto für die Decke des Ballsaals des Stroganow-Palastes in Sankt Petersburg.
Öl auf Leinwand, 49 x 65 cm.
VERKAUFT
Das Gemälde ist Giuseppe Valerianis vorbereitender Entwurf für die Dekoration des Ballsaals im Stroganow-Palast in Sankt Petersburg, der vom Architekten Francesco Bartolomeo Rastrelli in den frühen 1750er Jahren im Auftrag der wohlhabenden Familie Stroganow erbaut wurde, die 1722 von Peter dem Großen in den Adelsstand erhoben wurde. Die Studie zeigt eine komplexe Allegorie, die sich auf die Apotheose eines Helden konzentriert, eine Darstellung des Auftraggebers, der von Jupiter und Juno im Olymp empfangen wird. Zwischen den Wolken, die den heiligen Berg umgeben, drängen sich die anderen Gottheiten: Merkur und Mars, die den tapferen Protagonisten dem himmlischen Vater vorstellen, und auch Apollo, Herkules und Äskulap.
Die untere Hälfte der Komposition wird hingegen von verschiedenen Figuren eingenommen, die in drei Gruppen unterteilt sind. Links dominieren die Tugenden, die nach den beispielsweise in Cesare Ripas Ikonologie festgelegten Kanons dargestellt werden (herausgegeben von M. Praz, Mailand 1992, ad indicem). Von oben beginnend findet man die Konstanz, die „mit der linken Hand ein nacktes Schwert über einem großen Gefäß mit brennendem Feuer hält“; die Gerechtigkeit mit der Krone, dem goldenen Gewand, dem Rutenbündel und der Waage; die Stärke, die sich an die Säule lehnt, „weil dies der stärkste Teil des Gebäudes unter allen ist, der die anderen stützt“; die Klugheit, die in einen Spiegel blickt und „die Erkenntnis des Klugen [von] nicht in der Lage ist, sein Handeln zu regulieren, wenn er seine eigenen Fehler nicht kennt und korrigiert“; und die Mäßigung, die die in zwei Behältern enthaltenen Flüssigkeiten mischt. Hinter ihnen… (Siehe Katalog Giamblanco 2015)
[Simone Mattiello]
MASSE H x B x T
Höhe cm: 49
Breite cm: 65