Ugo Celada da Virgilio (Borgo Virgilio 1895 – Varese 1995), Kompositionen, 1960er Jahre.
Öl auf Holz, 88 x 64 cm.
Signiert "UGO CELADA DA VIRGILIO" unten links.
Das Gemälde stellt eines der Stillleben dar, die Celada als „Kompositionen“ bezeichnete. Es besteht aus zwei Stoffbahnen in leuchtenden Rot- und Violetttönen, auf denen eine Glas karaffe, eine abgeschnittene gelbe Rose und eine elfenbeinfarbene Vase im Hintergrund zu sehen sind.
Die Malweise des Künstlers zeichnet sich durch präzise Zeichnung und äußerst realistische Detailwiedergabe aus; die Aufmerksamkeit für Licht und Farben ist für den Künstler ebenso wichtig.
Celada schuf seinen ganz persönlichen Stil, der vom Magischen Realismus ausging und auch von der Neuen Sachlichkeit in Deutschland inspiriert war.
BIOGRAFIE
Celada wurde am 25. Mai 1895 in Cesere di Virgilio in der Provinz Mantua geboren. Er interessierte sich bereits als Kind für Kunst, trotz des gegenteiligen Rates seines Vaters. Seine Ausbildung begann er an der Schule für Kunst und Handwerk in Luzzara (Reggio Emilia), die er mit Auszeichnung abschloss. Er erhielt ein Stipendium vom Franchetti-Institut und schrieb sich an der Accademia di Brera ein. Er folgte dem Unterricht von Cesare Tallone. 1914 musste er sein Studium unterbrechen, um sich zu melden, nutzte aber seine Fähigkeiten für die Erstellung topografischer Karten.
Nach dem Krieg ging er nach Paris, aber seine Reise endete in Genua, wo er einige Monate arbeitete. 1920 nahm er mit einem Werk an der Biennale von Venedig teil. Er nahm auch 1924 teil. Von 1920 bis 1926 machte sich Celada auf der internationalen Bühne bekannt: Er hatte Ausstellungen in der Permanente in Mailand und 1926 wurde sein Gemälde für die Biennale von Venedig von Emile Bernard, dem Entdecker von Van Gogh und Cézanne, gelobt. Im folgenden Jahr schaffte es Celada nach Paris, wo er Porträts malte. Nach seiner Rückkehr nach Italien nahm er an zahlreichen Ausstellungen in ganz Italien teil. In den 1930er Jahren arbeitete Celada, obwohl er außerhalb der Kulturkreise des Regimes stand, unermüdlich weiter. Nach dem Zweiten Weltkrieg konzentrierte er sich hauptsächlich auf Porträts und Stillleben.