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Ansicht des Markusplatzes

Codice: 431180
2.800
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Epoche: 19. Jh.
Kategorie: Venedig
Aussteller
Ars Antiqua SRL
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Via Pisacane, 55, Milano (MI (Milano)), Italien
+39 02 29529057
http://www.arsantiquasrl.com
Ansicht des Markusplatzes  Übersetzt
Beschreibung:
Zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts Ansicht des Markusplatzes Öl auf Leinwand, 69 x 99 cm Mit Rahmen, 92 x 119 cm Unten rechts signiert „Guarnieri“   1866 war ein entscheidendes Jahr in der Geschichte Venedigs: Die lange österreichische Herrschaft endete und die Stadt wurde Teil des Königreichs Italien. Bereits in den ersten Monaten des Jahres wuchsen die Erwartungen der venezianischen Patrioten an das neue europäische politische Klima, wie eine Reihe von Veröffentlichungen belegen, die unter einem harmlosen Deckmantel (die österreichische Zensur blieb stets streng) auf die bevorstehende Vereinigung mit dem Königreich Italien anspielten. Nach dem Waffenstillstand von Cormons am 12. August und dem im Wiener Vertrag vom 3. Oktober geschlossenen Frieden brach die Volksfreude über die bevorstehende Befreiung, die nach den schweren italienischen Niederlagen bei Lissa und Custoza gefährdet schien. Endlich von der Zensur befreit, tobte sich die venezianische Presse aus und überschwemmte die Stadt mit einer Reihe von Veröffentlichungen, die sich mit den heissesten Themen der Zeit auseinandersetzten und diese diskutierten: von den wirtschaftlichen und moralischen Schäden, die der Stadt durch die lange österreichische Herrschaft zugefügt wurden, bis hin zur Vernachlässigung der Hafentätigkeit und des Seehandels zugunsten von Triest, mit der daraus resultierenden Wirtschafts- und Beschäftigungskrise; von der Stagnation der industriellen Entwicklung aufgrund fehlender Initiativen zur öffentlichen Förderung und einer angemessenen Infrastruktur bis hin zur erdrückenden Bürokratie. Die österreichischen Plünderungen wichtiger Teile des venezianischen Erbes (Gemälde, Archivdokumente, Manuskripte) wurden angeprangert, die vom Schweizer Konsul Victor Ceresole und anderen venezianischen Intellektuellen detailliert beschrieben wurden, in der Hoffnung auf eine rasche und vollständige Umsetzung der Klauseln des Wiener Vertrags, der die Rückgabe der geraubten Kunstwerke und Dokumente vorsah. Nach der Wiedervereinigung äusserte sich die Begeisterung für die Zukunft in einer beachtlichen Produktion von Projekten und Vorschlägen, die der neuen italienischen Regierung zur grossartigen Wiederbelebung der Stadt durch die Förderung des Seehandels, die Eindämmung der Zölle, die Reaktivierung des Arsenals und den Ausbau des Eisenbahnnetzes vorgelegt wurden. Um die erfolgte Wiedervereinigung zu feiern, wurde Vittorio Emanuele der Bau grosser Bauwerke vorgeschlagen, darunter neue Brücken über den Canal Grande mit grosser visueller Wirkung, Bauwerke, die nie realisiert wurden, aber die geistige Inbrunst des Augenblicks bezeugen. Die in der Stadt grassierende Euphorie wird durch unzählige festliche Kompositionen (Volkschöre, Lieder, Gedichte) bezeugt, die die Bescheidenheit des poetischen Niveaus durch die Zurschaustellung einer lebhaften bürgerlichen Leidenschaft ausglichen. Die hier dargestellte Szene könnte sich im Jahr 1866 abspielen: Der Markusplatz erscheint geschmückt mit einer Reihe italienischer Fahnen, um die Befreiung Venedigs von der langen und leidvollen österreichischen Herrschaft zu feiern. Das fragliche Thema findet sich relativ häufig in der venezianischen Malerei der zweiten Hälfte des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts, wie die Werke von Vettore Zanetti, Cipriano Mannucci und Jean Belliure bezeugen. Das fragliche Werk stellt ein äusserst wertvolles Dokument für die Rekonstruktion eines besonders relevanten Abschnitts des Einigungsprozesses des Königreichs Italien dar. Die Technik des Gemäldes, die sich durch schnelle und unbestimmte Pinselstriche auszeichnet, ist sicherlich von den grossen Meistern des französischen Impressionismus beeinflusst, deren Vorstellungen sich ab den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts in Italien verbreiteten.  Übersetzt