Diese prächtige Uhr ist ein gelungenes und harmonisches Beispiel für die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen dem Handwerker, der das Gehäuse gefertigt hat, und dem Uhrmachermeister. Sie ist sowohl funktional als auch dekorativ.
Das Gehäuse ruht auf einem doppelten Volutensockel, der mit gegossenen Arabesken und Blumen verziert ist. Die Figur des Putto repräsentiert die Präzision und Meisterschaft, mit der die Uhr gebaut wurde. Tatsächlich hält der Putto in der rechten Hand ein Winkelmaß und in der linken Hand aufrecht eine kleine Reisesonnenuhr.
Die große hintere Tür ermöglicht den Einblick in den ganz besonderen Mechanismus, der von „CH GAJTIER“ Paris gebaut wurde. Das Uhrwerk von „ACHILLE BROCOT“ 1735 wird auch als „Zylinderhemmung“ bezeichnet und bietet eine gute Leistung, indem es das Problem des Rückstoßes löst (siehe Foto).
Die Uhr schlägt die Stunden und halben Stunden auf einer Glocke mit einem fünfeckigen Hammer, der einen besonderen, hellen, aber gleichzeitig sanften Klang erzeugt. Eine weitere Besonderheit dieses Mechanismus ist die Stundenzahl.
Um unnötige Vibrationen zu vermeiden, wollte der Uhrmachermeister vor der Platine eine halbmondförmige Stundenzahl mit Zahnstange positionieren, die durch den Eingriff in den Läutwerkzug die Schläge erzeugt.
Der Künstler, der das Gehäuse gebaut hat, war sicherlich ein Meister der Bronze-Bearbeitung, so sehr, dass er jeden einzelnen Teil mit seinen Initialen „E. D 482“ ziselierte und sie auf der hinteren Platine des Mechanismus anbringen ließ oder selbst anbrachte (siehe Foto).
In einwandfreiem Zustand und funktionstüchtig.
Gangdauer von fünfzehn Tagen.
Paris – Frankreich – Um 1840 ca.