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Denys Calvaert (genannt Dionisio Fiammingo, 1540, Antwerpen – 1619, Bologna), Werkstatt von, Heilige Familie

Codice: 453643
4.800
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Epoche: 17. Jh.
Kategorie: religiöse
Aussteller
Ars Antiqua SRL
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Via Pisacane, 55, Milano (MI (Milano)), Italien
+39 02 29529057
http://www.arsantiquasrl.com
Denys Calvaert (genannt Dionisio Fiammingo, 1540, Antwerpen – 1619, Bologna), Werkstatt von, Heilige Familie  Übersetzt
Beschreibung:
Denys Calvaert (genannt Dionisio Fiammingo, 1540, Antwerpen – 1619, Bologna), Werkstatt von Heilige Familie Öl auf Kupfer, 38 x 30 cm, Rahmen 51 x 45,5 cm Dieses Werk entführt uns in das Herz jener fruchtbaren künstlerischen „Zwischenwelt“, die das Bologna des späten 16. Jahrhunderts war, ein Kreuzweg, auf dem nordische Strenge auf mediterrane Anmut traf. Das Gemälde, das der Werkstatt von Denys Calvaert (auch bekannt als Dionisio Fiammingo) zugeschrieben werden kann, stellt einen Moment intimer Heiligkeit dar: die Ruhe während der Flucht nach Ägypten. Denys Calvaert (Antwerpen, ca. 1540 – Bologna, 1619) ist eine Schlüsselfigur in der Geschichte der italienischen Kunst. Ursprünglich als Landschaftsmaler in seiner Heimatstadt Antwerpen ausgebildet, zog er um das zwanzigste Lebensjahr nach Bologna und trat in die Werkstätten von Prospero Fontana und Lorenzo Sabatini ein. Calvaert verdiente sich das aussergewöhnliche Verdienst, eine der ersten und renommiertesten Malereiakademien in Bologna zu gründen, an der Giganten wie Guido Reni, Domenichino und Francesco Albani ausgebildet wurden, bevor diese in den Einflussbereich der Carracci gerieten. Seine Biografie ist die eines unermüdlichen Vermittlers: Er brachte die flämische Liebe zum analytischen Detail und zur atmosphärischen Landschaft nach Italien und verschmolz sie mit dem Studium Raffaels und vor allem der chromatischen Weichheit Correggios. In dieser Komposition greift die Hand der Werkstatt die für den Meister charakteristischen Stilmittel mit einer fast theatralischen Sensibilität wieder auf. Die Jungfrau, deren Gesicht eine ausgesprochen von Correggios Lehre inspirierte Sanftheit verrät, hält ein lebhaftes und gut proportioniertes Kind, das seine Hand nach einem Apfel ausstreckt. Dieses Detail ist nicht rein anekdotisch: Die Frucht, ein Symbol der Erbsünde, wird hier vom Christuskind als Zeichen seiner zukünftigen erlösenden Mission angenommen. Hinter ihnen beobachtet ein im Schatten liegender Heiliger Josef die Szene mit beklemmten Ausdruck, fast so, als wollte er die Rolle des Hüters des göttlichen Geheimnisses unterstreichen. Was das Gemälde zu einem typischen Produkt aus Calvaerts Universum macht, ist die aussergewöhnliche Landschaft im Hintergrund. Während die menschlichen Figuren die Sprache des italienischen Manierismus sprechen – mit ihren eleganten Posen und schillernden Gewändern – ist die natürliche Kulisse eine Hommage an die Heimat des Künstlers. Die Felsspitzen, die Burg auf dem Felsvorsprung und die Luftansicht, die in bläuliche Töne übergeht, erinnern direkt an die Tradition von Joachim Patinir und den Antwerpener Landschaftsmalern. Es ist eine „konstruierte“, fantastische Landschaft, die der biblischen Episode eine universelle Dimension verleiht. Zum direkten Vergleich kann man die Heilige Familie mit dem jungen Johannes und der Heiligen Elisabeth in der Pinacoteca Nazionale di Bologna oder die zahlreichen Darstellungen der Madonna mit Kind in Privatsammlungen betrachten, wo Calvaert dieses Kompositionsschema wiederholt: monumentale, aber anmutige Figuren im Vordergrund, eingebettet in eine lebendige Natur. Im Vergleich zur fast skulpturalen Komposition, die Guido Reni seinen Subjekten aufzwingen würde, spüren wir hier noch eine spätmanieristische „Raserei“, eine fast miniaturistische Aufmerksamkeit für Objekte – wie den Korb und den Wanderstab unten rechts –, die dem Heiligen eine hausgemachte und greifbare Note verleiht. Das Werk ist somit ein perfektes Beispiel dafür, wie Calvaerts Werkstatt Bilder schuf, die sowohl das Herz der Gläubigen als auch den raffinierten Geschmack der Bologneser Sammler der damaligen Zeit ansprachen.  Übersetzt