Francesco Albani (Bologna 1578 - 1660), Kopie von
Der Reigentanz der Amoretten
Öl auf Holz
94 x 118 cm.
in einem wertvollen vergoldeten und geschnitzten Holzrahmen 101 x 123
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Dargestellt ist ein festlicher Reigentanz von Amoretten, die im Kreis um einen Baum angeordnet sind, auf dem andere Putten Musikinstrumente spielen, während im Vordergrund auf dem Gras andere Gegenstände, darunter Bögen und Köcher, abgelegt sind. Im zweiten Hintergrund links sieht man die Szene einer Frau, die auf einem Wagen entführt und gezogen wird: Es handelt sich genau um die Entführung der Proserpina durch Pluto, der, todverliebt, sie mit in die Unterwelt nahm, um sie zu seiner Braut zu machen. Rechts hingegen, zwischen den Wolken, küsst Venus mit der Fackel Amor, während darunter der Tempel der Vesta ist, der noch heute in Rom existiert und wo einst das heilige Feuer aufbewahrt wurde.
Das Gemälde ist eine interessante antike Nachbildung des Meisterwerks von Francesco Albani mit dem Titel „Der Reigentanz der Amoretten“, das um 1660 datiert wird und sich derzeit in der Pinacoteca di Brera in Mailand befindet (siehe Bild in den fotografischen Details).
Francesco Albani, bekannt für seine Darstellungen mythologischer und allegorischer Motive mit einem leichten und dekorativen Ton, gilt neben Domenichino und Guido Reni als einer der größten Vertreter des Bologneser Klassizismus und war daher bei der kultivierten Auftraggeberschaft der Zeit äußerst gefragt.
Dank eines Stils, der sich durch idyllische Kompositionen auszeichnet und somit dem intimeren Geschmack der Auftraggeber entgegenkam, erfreuten sich Werke wie diese stets außerordentlichen Erfolgs bei Kritik und Publikum und wurden mehrfach kopiert.
Das dargestellte Motiv war auch in späteren Epochen wegen seiner symbolischen Bedeutung des Triumphs der Liebe äußerst gefragt: Das Gemälde ist in der Tat eine interessante Allegorie der ehelichen Vereinigung und muss daher innerhalb der Familie Farnese anlässlich einer Hochzeit oder eines Eheversprechens in Auftrag gegeben worden sein.
Darauf würden die Amoretten hinweisen, die, nachdem sie die Bögen abgelegt haben, mit denen sie Liebende verliebt machen, glücklich spielen, weil sie ihre ihnen von Amor zugewiesene Mission erfüllt haben: Pluto hat sich in Proserpina verliebt und entführt sie als Zeichen unbezähmbarer Liebe. Venus belohnt schließlich Amor mit einem dankbaren Kuss, während der Tempel der Vesta, wo das Herdfeuer stets brennt, die Dauer der Liebe wünscht.
WEITERE INFORMATIONEN:
Das Werk wird mit Echtheitszertifikat und beschreibendem ikonographischem Blatt verkauft.
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