Ludovico Cavaleri (Mailand 1867 – Cuvio 1942)
Untergehende Sonne im Hafen von Savona, 1929
Öl auf Tafel
Unten rechts signiert und datiert; verso signiert, betitelt und datiert
Maße: Tafel 155 × 172 cm; gerahmt 190 × 210 cm
Eine imposante Hafenszene im Hafen von Savona, eingefangen im Zwielicht, wenn die untergehende Sonne die gesamte Wasseroberfläche und die Architektur in Brand setzt.
Die Komposition wird von großen Handelsschiffen und Schleppern dominiert, die entlang einer perspektivischen Linie angeordnet sind, die den Blick zum Hintergrund lenkt, wo die Hafenstadt in goldenem, diffusem Licht hervortritt.
Im Vordergrund wird das Hafenbecken von kleinen Booten und Lastkähnen belebt, deren dunkle Silhouetten im blendenden Licht des Sonnenuntergangs kontrastieren. Das Meer verwandelt sich in eine lebendige Oberfläche, durchzogen von intensiven orangen und roten Glanzlichtern, die sich mit braunen und goldenen Tönen mischen.
Die Pinselführung ist breit, energisch und manchmal fast pastos, aufgebaut durch Überlagerungen, die die Dichte der Atmosphäre und die Bewegung des Wassers wiedergeben.
Das Werk zeugt vom Übergang vom späten lombardischen Naturalismus zu moderneren Ergebnissen
1929 erreicht Ludovico Cavaleri seine volle Ausdrucksstärke, in der die reale Kulisse des Industriehafens zum Vorwand für die Auseinandersetzung mit Licht und Farbe wird. Die „untergehende Sonne“ ist nicht nur ein Naturphänomen, sondern ein poetisches Element, das die Szene transfiguriert.