Auguste Joseph Peiffers Werk „Badende mit Schwalben“ aus dem Ende des 19. Jahrhunderts ist eine zarte Skulptur aus weißem Biskuitporzellan.
Die Komposition zeigt eine junge Frau, die auf einem realistisch gestalteten Felsen sitzt. Die Figur ist in einer intimen und kontemplativen Pose gehalten. Die Feinheit der Gesichtszüge und die Weichheit der Oberflächen werden durch die matte Oberfläche des Biskuitporzellans hervorgehoben, die an die Reinheit von Marmor erinnert.
Ein Tuch gleitet auf natürliche Weise von ihrer Taille über ihre Beine und bringt Bewegung und Kontrast zwischen Nacktheit und Stoff in die Szene. Am Fuße der Szene beleben drei Schwalben die Komposition und fügen eine narrative und symbolische Note hinzu, die oft mit Leichtigkeit, dem Vergehen der Zeit oder Wiedergeburt verbunden ist.
Die Rückseite des Sockels, verziert mit einer leicht erhabenen pflanzlichen Dekoration, vervollständigt die naturalistisch gestaltete Umgebung. Auf dem Felsen befindet sich die eingravierte Signatur „J. Peiffer“, ein direkter Hinweis auf den Künstler.
Diese Skulptur ist eine getreue Reproduktion des Marmorwerks „Les Hirondelles“, das Peiffer 1878 im Salon ausstellte und das heute in Champigny-sur-Marne aufbewahrt wird.
Die Maße (26 × 29 × 69 cm) verleihen der Skulptur eine bedeutende Präsenz, während sie gleichzeitig eine intime und zurückhaltende Eleganz bewahrt, die typisch für die hochwertige Dekorationskunst der Epoche ist.