Beschreibung
Philip Fruytiers zugeschrieben.
hl. Joachim und hl. Anna bieten das Jesuskind der Heiligen Dreifaltigkeit an.
Öl auf Alabaster
25x31 cm
Das Gemälde stellt eine theologisch komplexe Szene dar. Die Heiligen Joachim und Anna opfern unserem Herrn ihre neugeborene Tochter, die Jungfrau Maria, um die Gottgeweihtheit von Geburt an zu unterstreichen. Um sie herum sind kleine Engel, die eine Schriftrolle stützen, auf der steht: „Nativitas tua Virgo Maria Gaudium Universo Mundo“ (Deine Geburt, Jungfrau Maria, brachte der ganzen Welt Freude). Der Satz stammt aus einer Antiphon der Vesper, die am 8. September zur Geburt Mariens gebetet wird.
Von diesem Gemälde existiert ein Stich, der in derselben Ausrichtung ausgeführt wurde, ein Werk des flämischen Malers und Kupferstechers Philip Fruytiers.
Fruytiers schreiben wir auch dieses zarte und seltene Alabastergemälde zu.
... Dieses Gemälde wurde, wie die lange Inschrift am Sockel des Stichs besagt, im jesuitischen Umfeld und unter direkter Beauftragung des Ordens geschaffen. Stilistisch ist der Vergleich mit einem seiner Altarbilder mit dem Triumph des Erzengels Michael aus der Kirche von Gistel in Belgien bedeutsam.
Der elegante Antwerpener Maler und Kupferstecher zeichnete sich auch durch seine Kleinformatproduktionen aus, die oft auf Papier oder Pergament mit Tempera und Aquarellfarben ausgeführt wurden. Wie das hier untersuchte Werk zeichnen sich diese Arbeiten durch eine winzige, zarte und akkurate Pinselführung aus.
Aus dem kritischen Gutachten von Dr. Arabella Cifani
Das Gemälde wird begleitet von:
Gutachten von Dr. Arabella Cifani
Abmessungen
25x31 cm
Provenienz
Privatsammlung
Zustand
Mängel und Restaurierungen.