Autor: Zugeschrieben Pieter de Grebber (1600-1652)
Maße: 83 x 67 cm
Materialien: Öl auf Tafel
Feines, großes Ölgemälde auf Tafel, das die klassische Ikone der betenden Madonna darstellt. Das Werk zeichnet sich durch eine hochqualitative Malweise aus, bei der die Figur der Jungfrau mit Feierlichkeit aus einem neutralen, warmen Hintergrund hervortritt.
Formal gesehen ist das Gesicht durch eine zarte Hell-Dunkel-Darstellung gekennzeichnet, die den Gesichtszügen Volumen und Sanftheit verleiht, während die gefalteten Hände mit bemerkenswerter anatomischer Präzision beschrieben werden. Die drapierte dunkle Robe, die Kopf und Schultern umrahmt, erzeugt einen starken visuellen Kontrast zur Haut und zur darunter liegenden, violett getönten Kleidung.
Das Werk spiegelt die ästhetischen Kanons des holländischen Barock wider, mit besonderem Augenmerk auf Licht und die psychologische Darstellung des Subjekts. Die Zuschreibung an Pieter de Grebber, einen prominenten Vertreter der Haarlemer Schule, findet sich in der klassischen Ausgeglichenheit und der kompositorischen Klarheit wieder, die typisch für seine devotionalen Werke sind.
Das Werk wird auf das 17. Jahrhundert datiert, eine Zeit der Blütezeit der flämischen und holländischen Malerei.
Der Erhaltungszustand ist gut, dem Alter des Objekts entsprechend; die Tafel weist die natürliche Patina der Zeit auf, die ihren historischen Charakter unterstreicht.