Wunderschönes Paar kleiner flämischer Blumenstudien aus dem 17. Jahrhundert, gemalt in Öl auf Leinwand und gekennzeichnet durch eine intensive lichttechnische Raffinesse. Die Blumen – bunte Tulpen, Anemonen und kleine weiße Knospen – heben sich anmutig von einem samtig-schwarzen Hintergrund ab, typisch für die Antwerpener Schule, und erzeugen ein Spiel von Kontrasten von großer poetischer Delikatesse.
Die Kompositionen, ohne Vase und auf dünnen Stielen präsentierten, die sich natürlich verflechten, rufen den intimen Geschmack der nordischen „bloemstukken“ hervor: kleine Werke, die zur nahen Betrachtung bestimmt sind und eher als Übungen botanischer Sensibilität denn als szenische Stillleben konzipiert wurden. Der feine Pinselstrich mit Mikrostricheln verleiht den Blütenblättern eine fast seidige Vibration, während das lackierte Rot der Tulpen ein elegantes Farbgleichgewicht schafft.
Die Leinwände aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts werden in vergoldeten Rahmen aus dem 18. Jahrhundert präsentiert, die ihre Kostbarkeit und ihre Bestimmung für eine Privatsammlung unterstreichen. Ein seltenes und harmonisches Paar, ein vollendeter Ausdruck flämischer Eleganz und ihrer Fähigkeit, eine einfache Blume in eine malerische Geste von außergewöhnlicher Poesie zu verwandeln.
Maße mit Rahmen 35cm x 42cm Maße der Leinwände 22cm x 29,5cm