Ernesto Fontana, Im Streit zweier freut sich der Dritte, 1893, Öl auf Leinwand, das drei fröhlich spielende Kinder zeigt, die zwischen rosa Blumen herumtollen. Signiert oben rechts vom Mailänder Künstler E. Fontana, Mailand 1837 – Cureglia, Schweiz 1918, während am unteren Rand links erneut signiert und datiert mit einer Widmung an den Freund Prof. Lorenzani?? Das Werk befindet sich in ausgezeichnetem Erhaltungszustand in einem Rahmen aus geschnitztem und mit Feingold vergoldetem Holz. Am unteren Rand des Rahmens befindet sich eine Messingplakette mit dem Namen des Autors und dem Titel des Werks eingraviert. Die Leinwand allein misst 30 x 24 cm und stammt aus einer Mailänder Privatsammlung. Auf der Rückseite des Rahmens befindet sich eine Inschrift mit Titel, Autor und Widmung an den Freund.
Ernesto Fontana (1837-1918)
Fontana wurde an der Accademia di Brera ausgebildet und besuchte die Kurse von Giuseppe Sogni, Francesco Hayez und Giuseppe Bertini, zusammen mit Protagonisten der lombardischen Malerei des späten 19. Jahrhunderts wie Tranquillo Cremona, Daniele Ranzoni, Filippo Carcano und Mosè Bianchi, mit denen er sich auch das Atelier teilte. Er begann seine Karriere zunächst mit Themen der historischen Romantik. Er begann seine Karriere mit dem Malen historischer Gemälde: Das Treffen zwischen Elisabeth und Maria Stuart wurde auf der Nationalen Gemäldeausstellung in Mailand mit einer Goldmedaille ausgezeichnet und später vom British Museum in London erworben. Er gewann unter anderem eine Goldmedaille auf der Ausstellung in Ferrara im Jahr 1875. Fontana fühlte sich jedoch in der Genremalerei wohler, die dem Geschmack der Gebrüder Induno nahestand und mit ihnen befreundet war, den wahren Begründern der anekdotischen Malerei.
Er widmete sich auch der Freskendekoration von Kirchen und lombardischen Adelspalästen. Besonders hervorzuheben sind eine Reihe von Akten, die das Badezimmer eines reichen und bekannten Mailänders schmückten (Marangoni, 1924), und vor allem die Fresken in einigen Räumen der Villa Olmo in Como, die den Herzögen Visconti di Modrone gehörten.
Fontana übernimmt dann von der Scapigliatura sentimentalistische Haltungen, die er in den Sujets seiner Gemälde in einem leichten und leicht verständlichen Ton umsetzt: Er ist mit einem gewissen technischen Geschick ausgestattet und widmet sich auch dem Malen anmutiger und verschmitzter Frauengestalten.
Zeitraum: 1800 Höhe: 46,5 cm Breite: 40 cm Tiefe: 4 cm
Art. A1414