Ein Paar Gemälde aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, aus dem Umfeld von August Querfurt, die zwei komplementäre Momente des Lagerlebens darstellen: eines ist näher und "inszenierter", das andere offener und landschaftlicher. In beiden dominiert eine warme, bräunliche Tonalität, mit einem Licht, das die Figuren schneidet und die Pferde, Zelte und einige Kostümdetails aus dem dunklen, fast nachtartigen Hintergrund hervortreten lässt.
Im ersten Bild konzentriert sich die Aufmerksamkeit auf eine Gruppe im Vordergrund. Ein großes rotes Zelt nimmt einen Großteil der Komposition ein, dahinter ein gelbes Zelt mit einer Fahne; Soldaten in Kleidung des 17. und 18. Jahrhunderts mit Mänteln und breitkrempigen Hüten bewegen sich. Pferde sind ebenso protagonisti wie Menschen: eines, hell gefärbt, sticht in der Mitte hervor, während die umstehenden Figuren zu sprechen und etwas zu organisieren scheinen, wahrscheinlich die nächste Phase der Schlacht. Das Ganze hat einen erzählerischen, fast theatralischen Ton, wobei das Licht den Blick auf die Stoffe des Zeltes, den Rücken der Tiere und die Hände der Charaktere lenkt.
Im zweiten Gemälde öffnet sich der Raum. Das Hauptzelt steht mehr seitlich und die Szene atmet, denn im Hintergrund erscheint eine Landschaft mit einem Turm oder einer kleinen Festung auf einer Erhebung, unter einem dunklen, aufgeladenen Himmel, der kaum beleuchtet ist. Auch hier gibt es Pferde und Menschen, aber die Atmosphäre ist eher die einer Rast: einige Figuren scheinen sitzend oder hockend in der Nähe des Hausrats zu sein, andere unterhalten sich, und alles ist so angeordnet, dass Tiefe entsteht, als ob das Lager in einer größeren, im Dunkeln kaum wahrnehmbaren Umgebung eingebettet wäre.
Maße: mit Rahmen 57 x 51 cm, Tiefe 4 cm, ohne Rahmen 39 x 34 cm
Preis: 3600 das Paar