Giovanni Battista Casoni (Lerici, 1610 – Genua, 1686)
Venus in Vulcans Schmiede
Öl auf Leinwand, 145 x 188 cm
mit Rahmen 165 x 207 cm
Venus in Vulcans Schmiede ist ein Gemälde, das Giovanni Battista Casoni zugeschrieben wird, einem Maler, der im ligurischen 17. Jahrhundert tätig war und eng mit der Persönlichkeit und Werkstatt von Domenico Fiasella, genannt Il Sarzana, verbunden war, dessen fähigster und treuester Mitarbeiter er nicht nur war, sondern auch Verwandter, da er die Schwester des Meisters heiratete. Das Werk gehört voll und ganz in den Kontext der Malerei mit mythologischen Themen, die durch eine stark vom Caravaggismus und der Nachtmalerei geprägte Sprache interpretiert wird, Bereiche von besonderem Interesse für Casone. Das Gemälde stellt die klassische Episode der Begegnung zwischen Venus und Vulcan in der Schmiede des Schmiedegottes dar. Die Szene ist in einem dunklen und geschäftigen Raum angesiedelt, der von der Arbeit und der Hitze des Feuers dominiert wird, was einen effektiven Kontrapunkt zur strahlenden und raffinierten Präsenz der Göttin bildet. Vulcan wird als robuster Handwerker dargestellt, der in einem Moment intensiver Konzentration beim Schmieden einer Rüstung gezeigt wird. Seine Figur ist mit großer Liebe zum Körperlichen dargestellt: die hochgekrempelten Ärmel, ein wiederkehrendes Element in Casones Werk, enthüllen kräftige Arme und Hände mit knorrigen Fingern, die mit einer gegrabenen und prägnanten Linie geformt sind, die zur Charakterisierung des Ausdrucks und der Energie der Geste beiträgt. Um ihn herum sind die Werkzeuge des Handwerks und ein reiches Stillleben von Rüstungen angeordnet, die den Vordergrund einnehmen. Hinter Vulcan erscheint Venus, elegant und ruhig, die sich mit einer gemessenen Geste und einem teilnehmenden Blick nähert. Ihre Figur, die von einem sanfteren Licht erhellt wird, führt ein Element der Gnade und Sinnlichkeit ein, das die Rauheit der Schmiedeumgebung symbolisch unterbricht. Der Kontrast zwischen der männlichen Robustheit des Gottes und der Zartheit der Göttin erhöht den erzählerischen Wert der Szene und stärkt ihre emotionale Spannung. Die Umgebung wird durch den geschickten Einsatz künstlichen Lichts konstruiert: das Glühen des Feuers beleuchtet selektiv Gesichter, metallische Oberflächen und Stoffe und schafft lebendige Reflexionen und tiefe Chiaroscuro-Effekte. Dieses Interesse für Nachtszenen und lichttechnische Effekte offenbart klar die direkte oder vermittelte Kenntnis der caravaggesken Malerei und der Erfahrungen nordischer Maler, die in den ersten Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts in Rom tätig waren, wie Van Baburen, Van Honthorst und Terbrugghen. Eine sorgfältige Analyse des Gemäldes offenbart charakteristische Elemente, die schlüssig zur Hand Giovanni Battista Casones führen: ein bewegterer und ausgefransterer Pinselstrich im Vergleich zu den im Allgemeinen festeren und kompakteren Lösungen von Fiasella, besonders effektive Lichter zur Formung der Figuren, eine eingeschnittene und gegrabene Linie zur Definition der Physiognomie und eine gewisse volumetrische Unsicherheit, die seine Figuren oft kennzeichnet. Venus in Vulcans Schmiede stellt sich somit als ein bedeutendes Werk dar, um die autonome Persönlichkeit Casones zu verstehen, der in der Lage war, die Lehren des Meisters und die caravaggesken Anregungen in einer persönlichen Sprache neu zu verarbeiten, die auf dem Lichteindruck, der Materialwiedergabe und der erzählerischen Kraft der Szene achtet.
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