COD 11449
Gemälde der venezianischen Schule, erste Hälfte des 17. Jahrhunderts. Öl auf Kupfer Malerei, die die heilige Maria Magdalena in Buße darstellt – ein intensives und fesselndes Sujet. Die Heilige wird gemeinhin mit der büßenden Prostituierten aus dem Lukasevangelium identifiziert, und der Legenda aurea zufolge zog sie sich zum Gebet in eine Höhle in Frankreich zurück.
Magdalena ist in einer zart-sinnlichen Weise dargestellt: mit nackten Schultern, nur mit einer Matte bedeckt, die Hände zum Gebet gefaltet, der Blick nach oben gerichtet, Tränen über das Gesicht. Neben ihr befinden sich ihre typischen ikonografischen Attribute: ein Kruzifix, ein Totenkopf als Mahnmal, ein offenes Buch und ein Salbengefäß.
Im Hintergrund erblickt man eine prächtige Kirche, ein räumlicher Bezug zu ihrem spirituellen Rückzug in Frankreich. Die Komposition weist Ähnlichkeiten mit dem Gemälde „Die büßende Magdalena“ auf, das um 1598 von dem venezianischen Maler Domenico Tintoretto, Sohn des großen Meisters Jacopo Robusti (genannt Tintoretto), geschaffen wurde. Das Gemälde, das heute in den Kapitolinischen Museen in Rom ausgestellt ist, erfreute sich großer Beliebtheit und wurde von italienischen und ausländischen Künstlern neu interpretiert.
Es ist ein äußerst ausdrucksstarkes Gemälde, ideal für Sammler früher religiöser Malerei und perfekt für kleine Empfangsräume und elegante Ateliers. Der geschnitzte und vergoldete Holzrahmen aus dem 20. Jahrhundert ist aufwendig verziert und weist einige kleine Abplatzungen auf. Das Kunstwerk zeigt einige altersbedingte Gebrauchsspuren, befindet sich aber insgesamt in gutem Zustand. Innenmaße: H 18,5 x B 14 cm.