Maler der veristischen Schule von Neapel im 19. Jahrhundert, vermutlich um die 1870er-1880er Jahre, in der Nähe der Schule von Resina. Meisterhaftes und ausdrucksstarkes Porträt eines blinden Bettlers.
Beschreibung des Werks.
Wir beobachten eine gut ausgeführte Öltechnik mit breiten und pastosen Pinselstrichen, besonders in der Kleidung und den Details des Gesichts. Die Farbpalette ist warm und erdig, typisch für die Genremalerei des 19. Jahrhunderts. Gesicht gezeichnet und dramatisch, sorgfältig modelliert. Die Komposition ist einfach, aber intensiv, mit dem Subjekt frontal nah herangeholt, in der Art von psychologischen Porträts. Die Modellierung der Gesichtsvolumina wird mit großer Wirksamkeit und Tiefe durch ein entschiedenes Helldunkel wiedergegeben. Das gezeichnete, realistische Inkarnat ohne Idealisierungen: typisch für den Realismus des 19. Jahrhunderts. Das Subjekt erinnert an den „alten Bauern“, den „Bettler“ oder die Figur des Volkes, ein im späten 19. Jahrhundert wiederkehrender Subjekttyp. Der intensive und fast tragische Ausdruck erinnert an die neapolitanische Schule mit stilistischen Bezügen zu Filippo Palizzi (besonders die Studien von Bauern und Bettlern), Giuseppe Renda (für die kraftvolle Behandlung des Gesichts) und Antonio Mancini (in den veristischsten Phasen). Die Leinwand weist keine Signaturen auf, obwohl sie auf der Unterseite leicht reduziert wurde, nachdem sie zwecks Konservierung auf ein Holzpaneel aufgebracht und an einen nicht zeitgenössischen Rahmen angepasst wurde. Daher könnte die Signatur verloren gegangen sein. Die malerische Qualität ist sicherlich bemerkenswert.
Es sind keine malerischen Restaurierungen oder Farbabplatzungen vorhanden. Der schöne Rahmen im Empire-/Biedermeier-Stil stammt aus den 1830er Jahren und ist auch in der Blattvergoldung intakt.
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