Paar japanische Cloisonné-Teller aus der Meiji-Zeit 1868-1912 mit türkisfarbenem Hintergrund in gutem Zustand. Auf dem Umfang befindet sich ein 1,7 cm breiter kreisförmiger Rand mit dunklem Hintergrund, der aus geometrischen Rahmen und senffarbenen Blumen besteht; die reiche Blumendekoration im Inneren ist eine Komposition aus Zweigen mit Pfirsichblüten, Pfingstrosen und Chrysanthemen in prächtiger Blüte, belebt von zwei schwarzen und weißen Spatzen.
Die Rückseite ist türkis emailliert mit Messingwirbeln auf der Krempe. Einer der beiden Teller hat eine leichte Verformung im oberen Teil der Krempe.
Die Meiji-Zeit oder Meiji-Ära ist ein historischer Moment Japans, der die 44-jährige Herrschaft von Kaiser Mutsuhito umfasst. Diese Periode reicht vom 23. Oktober 1868 bis zum 30. Juli 1912 und gilt als Beginn der modernen Ära des Landes.
Die Cloisonné-Emaille hat sehr alte Ursprünge, die bis ins alte Ägypten und das mykenische Griechenland zurückreichen, aber es war die byzantinische Kultur, die sie zu ihrer höchsten Blüte brachte, insbesondere bei der Herstellung von liturgischen Gegenständen und Schmuck. Ihre Verbreitung in Europa erfolgte dank der Werkstätten in Konstantinopel und des Handels, was diese Technik zu einem Symbol für Raffinesse und Goldschmiedekunst machte. Cloisonné ist eine "additive" Technik, bei der dünne Metalldrähte geformt und auf einer Basis befestigt werden, um Fächer zu schaffen, die dazu bestimmt sind, die Glasemaille aufzunehmen. Jede Emailschicht wird bei bestimmten Temperaturen gebrannt, um brillante Farben und eine perfekt glatte Oberfläche zu erzielen, wodurch ein einzigartiger visueller Effekt entsteht, der die Kontraste zwischen Metall und farbigem Glas hervorhebt.
Zeitraum: 1800 Höhe: 3 cm Durchmesser: 30,5 cm
Art. A1443