Die russische Ikone „Auferstehung Christi mit den zwölf Festen“ – 19. Jahrhundert, Cholui-Schule, ist ein Werk theologischer Harmonie und Komplexität, gefertigt in Eitempera auf Holz mit den Maßen 31 x 27 cm. Aus Cholui stammend, einem der prestigeträchtigsten ikonografischen Zentren Zentralrusslands, spiegelt dieses Werk die Exzellenz der religiösen Malerei des 19. Jahrhunderts wider, wo präzises Zeichnen auf eine intensive Spiritualität trifft.
Im mittleren Register dominiert der auferstandene Christus die Komposition in der Szene des Abstiegs in die Unterwelt, umgeben von den Gerechten, die aus dem Grab befreit wurden. Rundherum, mit theologischer Strenge angeordnet, erzählen die zwölf großen Feste die grundlegenden Episoden des Evangeliums: von der Geburt der Jungfrau bis zur Verkündigung, von der Geburt Christi bis zur Verklärung, bis hin zum Entschlafen der Gottesmutter.
Jede Szene ist mit außerordentlicher erzählerischer Sorgfalt gemalt: die zarten Gesichter, die stilisierten Architekturen und die leuchtenden Farben zeugen von der Hand eines erfahrenen Malers, der nach der Tradition der Meister von Cholui ausgebildet wurde, berühmt für seine Detailgenauigkeit und ikonografische Klarheit.
Der Rand ist mit polychromen geometrischen Motiven und goldenen Fileten verziert, die die gesamte Tafel einrahmen und ihr einen visuellen Rhythmus und eine Feierlichkeit verleihen, die an die byzantinische Liturgie erinnert. Die Anordnung der Szenen schafft einen visuellen Dialog zwischen dem zentralen österlichen Geheimnis und den wichtigsten Ereignissen im Leben Christi und der Jungfrau und lädt zur Kontemplation der Heilsgeschichte ein.
Eine russische Ikone der Auferstehung Christi, die theologische Strenge, künstlerische Eleganz und spirituelle Intensität vereint. Ein ideales Werk für Sammler und Kenner orthodoxer Sakralkunst.