Giovanni Maria Genta, "Le quattro stagioni", Tempera, Ende des 18. Jahrhunderts
Titel: Die vier Jahreszeiten
Datum: 1790
Technik: Tempera auf Papier, aufgebracht auf Leinwand
Signatur: signiert und mit „G.M.G.“ versehen
Abmessungen (mit Rahmen): H 61 × B 77 cm / H 44 × B 60 cm
Serie bestehend aus vier Temperagemälden, die die vier Jahreszeiten darstellen, signiert und datiert 1790, vom piemontesischen Maler Giovanni Maria Genta.
Die Werke illustrieren Episoden des Bauernlebens und Genreszenen in der ländlichen Umgebung des Piemont, in einer lebhaften und erzählerischen Bildsprache, einem direkten Erben der Tradition der Bambocciate, aber bereits auf eine modernere und deskriptivere Sensibilität ausgerichtet.
Jede Tafel repräsentiert einen Moment im Jahr und hebt die landwirtschaftlichen und sozialen Aktivitäten hervor, die für jede Jahreszeit typisch sind: Aussaat und Ernte, Weinlese, Dorffeste und winterliche Hausarbeiten. Der Künstler erfasst die Details der Umgebung und die Ausdrücke der Protagonisten mit großer Aufmerksamkeit und belebt die Kompositionen mit hellen, leuchtenden und harmonisch verteilten Farben.
Giovanni Maria Genta zeichnet sich als einer der letzten Interpreten der piemontesischen Bambocciata aus, einer Strömung, die zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert den Alltag auf ironische und realistische Weise darstellte.
Die Figuren, die durch typische Kleidung des späten 18. Jahrhunderts gekennzeichnet sind, bewegen sich in perspektivisch konstruierten Räumen, mit einer fast dokumentarischen Aufmerksamkeit für das Bauernleben und die ländliche Architektur.