COD 11361
Großes mythologisches Gemälde des 18. Jahrhunderts. Unten links signiert vom großen österreichischen Künstler Joseph Hickel (1736–1807) und datiert auf 1770. Als Hofmaler der Habsburger und Günstling von Kaiserin Maria Theresia von Österreich arbeitete er hauptsächlich in Wien und spezialisierte sich auf Porträts mit einer stark psychologisch geprägten Komponente.
Dieses Ölgemälde auf Leinwand zeigt Medea, eine der tragischsten und düstersten Figuren der griechischen Mythologie, eine grausame und leidenschaftliche Heldin aus dem Argonautenmythos. Als Zauberin und Priesterin mit außergewöhnlichen Kräften verliebt sie sich unsterblich in Jason und hilft ihm, das Goldene Vlies zu erobern, wobei sie ihre Heimat verrät. Auf der Flucht tötet sie ihren Bruder, um ihre Verfolger aufzuhalten, und tötet später, in rachsüchtiger Wut, um Jason zu bestrafen, sogar ihre Kinder. Medea ist im Moment vor dem Verbrechen dargestellt, den Blick auf das Schicksal gerichtet und das Schwert in der Hand, im Moment größten psychologischen Dramas.
Dieses Gemälde von bemerkenswerter malerischer Qualität zeichnet sich durch seine üppige Drapierung und die Wiedergabe der Juwelen aus, die die Handschrift eines Hofporträtisten offenbaren. Die prächtigen goldenen Ohrringe sind mit metallischen Akzenten versehen, und das doppelte Stirnband in ihrem Haar ist mit meisterhaft gemalten Perlen besetzt. Dieses Kunstwerk hat eine starke visuelle Wirkung und eignet sich ideal für Räume, die Raffinesse und Eleganz ausstrahlen. Es eignet sich perfekt für ein Arbeitszimmer oder einen Prunkraum und passt gleichermaßen in klassische wie moderne Umgebungen.
Prachtvoller Rahmen aus geschnitztem und vergoldetem Holz aus dem 19. Jahrhundert, wunderschön verziert, mit einigen Altersspuren. Das Gemälde wurde bereits restauriert, wobei eine Neufütterung, der Austausch des Keilrahmens und die Restaurierung der Farbe in kleinen Bereichen vorgenommen wurden. Insgesamt befindet es sich in gutem Zustand. Innenmaße: H 92,5 x B 66,5 cm.