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XVII Jahrhundert, Emilianische Schule, Ländliche Landschaft mit galanten Szenen

Codice: 426258
2.400
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Epoche: 17. Jh.
Kategorie: Landschaft mit Figuren
Aussteller
Ars Antiqua SRL
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Via Pisacane, 55, Milano (MI (Milano)), Italien
+39 02 29529057
http://www.arsantiquasrl.com
XVII Jahrhundert, Emilianische Schule, Ländliche Landschaft mit galanten Szenen  Übersetzt
Beschreibung:
XVII Jahrhundert, Emilianische Schule Ländliche Landschaft mit galanten Szenen Öl auf Leinwand, 37 x 47,5 cm Mit Rahmen, 61 x 50,5 cm Die bukolische Anmut des vorliegenden Gemäldes spiegelt sich in den fröhlichen galanten Szenen wider, die seine Oberfläche zieren. Der beschriebene Locus Amoenus reflektiert die traditionelle Ausrichtung auf Arkadien, das in der literarischen Verklärung als Inbegriff der unbeschwertesten und weltabgewandten pastoralen Lebensweise diente. Das Gemälde nimmt somit die Lehren der eigentlichen poetischen Akademie von Arkadien vorweg, die 1690 in Rom gegründet wurde, bezeugt aber enthusiastisch die aufgeregten Einladungen zu ihrer Akzeptanz, die damals in den fortschrittlichsten kulturellen Salons Italiens zirkulierten. Theokrit zuerst und Vergil später hatten mit Idyllen und Bukolika die typische Fähigkeit der natürlichen Welt wiedererweckt, eine Flucht aus der Realität zu ermöglichen. Die anschließende Betrachtung der perfekten natürlichen Früchte hätte in den Geistern der verträumten Menschen eine Rückkehr zu den Ursprüngen hervorgerufen. Die bukolische Landschaft war in der Lage, das materielle Leben positiv zu rhythmisieren und stellte die Verwirklichung eines Ortes ohne Unzivilisiertheiten und Verunstaltungen dar, wo nur Träume, Waldmusik und Ehrbeten der fruchtbaren Natur erlaubt waren. Im vorliegenden Gemälde spiegeln die verstreuten Hirtenfiguren das gleiche Ziel der Sublimierung des irdischen Lebens wider, paarweise vereint, während Kinder nach dem Vorbild antiker Putten-Amorinen das Feld mit Blumen und Blütenblättern beleben. Die Spiele dieser und die sanften Zuneigungen der anderen Figuren werden durch flüssige und vibrierende Pinselstriche wiedergegeben, die von einem weißen Licht aufblitzen, das sich dem dunklen Schatten des Unterholzes entgegenstellt. In der Ferne verjüngt sich der Himmel durch einen silbernen und flachen Pinselstrich, während die vertikale Entwicklung der Förderer mit Architekturen dazu beiträgt, ein Lichtbündel in die Rasenfläche einzuführen. Das Laub und der Rasen des Landschaftsausschnitts werden durch einen digitalen Pinselstrich wiedergegeben, der die italienische Herkunft des vorliegenden Werkes verrät und gleichzeitig von den Einflüssen des 17. Jahrhunderts aus Europa beeinflusst ist, die damals in der Hauptstadt zusammenliefen. Die suggestive Kultur der Ewigen Stadt zog zahlreiche Künstler aus Bologna, aus Norditalien, aber auch aus Gebieten jenseits der Alpenregion an, wie Claude Lorrain und Nicolas Poussin. Das historisch-künstlerische Erbe der italienischen pastoralen Szenen konnte so durch die funktionellsten und speziellsten Formalismen der aus der Ferne kommenden Verzierungen bereichert werden, wie z. B. das ausdrucksstarke Tremolo des vorliegenden Werks, das dem gleichzeitigen französischen Lexikon ähnelt. Die typologische Wiedergabe als pastorale Idylle, im Einklang mit den intrinsischen stilistischen Qualitäten des Werkes, ermöglicht es, die solide Zugehörigkeit des vorliegenden Stückes zur italienischen Hand zu spezifizieren, ähnlich wie sie sich damals im Bereich der Malerei innerhalb der emilianischen Schule abzeichnete. In diesem Zusammenhang seien die latenten Einflüsse zweier entscheidender ausländischer Landschaftsmaler erwähnt, die durch die emilianische Region zogen, nämlich Claude Lorrain (1600-1682) und Nicolas Poussin (1594-1665); vor ihnen hatte Giovanni Battista Viola (1576-1622), ebenfalls in Rom tätig, ein figürliches Kompendium für die nachfolgenden Landschaftsmaler gesät; ebenso schuf der berühmte Domenichino (Domenico Zampieri, genannt, 1581-1641) weite Panoramen, die mit einer ausgefransten und filigranen Natur übersät waren, mit einer Handvoll verstreuter Figuren, die ihre Schlupfwinkel kolorierten, was eine beispielhafte Konstante der emilianischen Landschaftsmalerei darstellt, wie es auch im vorliegenden Fall geschieht.  Übersetzt