Gemälde, Öl auf Leinwand, in den Maßen 60 x 50 cm ohne Rahmen und 88 x 74 cm mit raffiniertem und elegantem Rahmen, das eine Blumenvase des Malers Gaspare Lopez (Neapel 1650 – Florenz 1740) darstellt.
Diese elegante Blumenvase, bestehend aus einem üppigen und vielfältigen Bouquet – mit Nelken, Tulpen, Rosen, Schneebällen, Glockenblumen – das üppig aus einer Keramikvase ragt, die auf einer Steinbalustrade steht, ist ein typisches Zeugnis von Gaspare Lopez. Eine Urheberschaft, die man klar aus dem Vergleich mit verschiedenen seiner Gemälde ableiten kann, die im Allgemeinen von unterschiedlicher Erfindungsgabe sind, aber immer „im Freien“ angesiedelt sind und in denen ähnliche bauchige Vasen eingefügt sind, mit einigen Blumen und Ranken, die auf die Ablagefläche fallen.
Man kann eines seiner Gemälde aus dem Museum von San Martino in Neapel zitieren; zwei vertikale, die von L. Salerno veröffentlicht wurden (La natura morta italiana, Bocchi ed., Rom 1984, Nrn. 66-4 und 66.5); eines, das kürzlich im Dorotheum in Wien verkauft wurde (Auktion 24.04.07, Nr. 90); das wunderschöne vertikale Gemälde, das vor vielen Jahren bei Christie’s in London verkauft wurde (Auktion 16.97.71, Nr. 130), mit einer ähnlichen Blumenvase und einem umgestürzten Obstkorb, sowie die ähnliche Version, aber horizontal, die in Naturalia veröffentlicht wurde (hrsg. von G. und U. Bocchi, Allemandi ed., Turin 1992, S. 324-25, Tafel 116).
Auch in dieser zarten Leinwand kann Lopez auf glückliche Weise seine besonderen Begabungen entfalten, die der Unmittelbarkeit und malerischen Frische, die auf einer schallenden Farbigkeit basiert und gut von einem konstruktiven Luminismus unterstützt wird, der seine agilen und dynamischen Kompositionen luftig macht. Lopez, auch bekannt unter dem Spitznamen „Gasparo dei Fiori“, war 1717 in der Korporation der neapolitanischen Maler eingeschrieben, wie De Dominici berichtet, der ihn als Schüler von A. Belvedere, aber auch des Franzosen J.B. Dubuisson bezeichnet, der in Neapel den Geschmack des Monnoyer und seiner eleganten Präsentationen von raffiniertem Dekorativismus und szenografischer Gestaltung einführte. Zwei Vorfahren, die Gaspare spontan zu verbinden wusste und sich dabei auf seine glühende Erfindungsphantasie stützte, wodurch er sich als würdiger, wenn auch unverbindlicher Anhänger des Belvedere etablierte, des letzten großen Vertreters des großen Kapitels des siebzehnten Jahrhunderts der neapolitanischen „Natura morta“.
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Dr. Riccardo Moneghini
Kunsthistoriker