Die Jungfrau beim Nähen mit drei Engeln
Emilianische Schule, erste Hälfte des 17. Jahrhunderts
Technik: Öl auf Kupfer
Beschreibung:
Dieses seltene und faszinierende Werk, das in der emilianischen Schule des 17. Jahrhunderts entstanden ist, zeigt ein ungewöhnliches Thema unter den Mariendarstellungen: eine „fleißige Madonna“. Die Jungfrau wird in einem Moment der Intimität und häuslichen Ruhe dargestellt, sitzend beim Nähen, flankiert von drei Engeln, die ihr huldigen. Das Thema der „Madonna beim Nähen“ ist zwar selten, findet sich aber in anderen Kunstwerken: Eines der bekanntesten Beispiele ist ein Fresko von Guido Reni, das zwischen 1609 und 1611 im Quirinalspalast gemalt wurde, sowie ein Fresko, das Vitale da Bologna zugeschrieben wird und heute in der Pinacoteca Nazionale di Bologna aufbewahrt wird.
Die Zartheit der Szene wird durch die harmonischen Gesten der Jungfrau und die Anordnung der Engel in anbetender Haltung betont. Der Kontrast zwischen den leuchtenden Farben der Gewänder und dem dunklen Hintergrund macht das Ganze optisch ansprechend. Das Kupfer als Malgrund verleiht dem Gemälde eine besondere Farbigkeit und unterstreicht die Eleganz und Heiligkeit der Szene. Dieses Werk ist ein wertvolles Beispiel emilianischer Andachtsmalerei, das besonders für die Liebe zum Detail und die Darstellung der Jungfrau in einem Moment alltäglicher Aktivität in Begleitung der beruhigenden Anwesenheit der Engel geschätzt wird.
Rahmen: Vergoldetes Holz, fein geschnitzt, im klassischen Stil
Abmessungen: 40 cm x 35 cm