Vergoldete Ledertapete, hergestellt in den Niederlanden, genauer gesagt in Mechelen, im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts. Diese Tapete drückt den gesamten Stil und die Mode der Zeit aus, wobei die zentrale Achse des Motivs aus Fächer und Palmette, Bändern, Gittern, Blättern und Blumen besteht, die ineinander verschlungen sind, um zwei große Schriftkartuschen rechts und links zu bilden. Hellblau und Gold betonen die Oberfläche auf aufregende Weise. Die Innenflächen des Schriftbandes sind mit Maserungen verziert. Die Tapete repräsentiert sehr gut die Entwicklung der Verarbeitung von vergoldetem Leder zu Beginn des 18. Jahrhunderts.
Vergleichbare Stücke finden sich als Tapeten in zwei Räumen des alten Hofes von Brügge (1728) (B) und in Oxburgh Hall (GB); einzelne Paneele befinden sich im Museum Het Vleeshuis, Antwerpen (B); Deutschen Tapetenmuseum, Kassel (Inv.-Nr. 86/86), Württembergisches Landesmuseum, Stuttgart (D), (Inv.-Nr. E3464).
EPOCHE: 18. Jh. 1720-1728
ABMESSUNGEN: 50 x 71 cm - 50 x 69 cm
HERSTELLER: Niederlande Mechelen
AUTOR: Dominicus Josephus vander Meulen
HERKUNFT: Privatsammlung
Verfügbarkeit: 6 Tapeten. 3 (50x71cm) - 3 (50x69 cm)