Ölgemälde auf Leinwand, das einen Soldaten darstellt, der dem Heiligen Josef die Krone überreicht, mit den Maßen 76 x 61 cm ohne Rahmen und 95 x 80 cm mit Rahmen des Malers Giovanni Domenico Molinari (Vercelli 1721 – Turin 1793).
Molinari wurde am 19. Juli 1721 in Caresana (Vercelli) geboren, zog aber nach dem Verlust beider Elternteile nach Turin. Hier wurde er ab 1736 Schüler der von dem Maler Claudio Francesco Beaumont (Turin, 4. Juli 1694 – Turin, 21. Juni 1766) gegründeten Accademia del Disegno, wo er bis Dezember 1755 als Stipendiat blieb. Molinari war von Anfang an mit der Übersetzung der Skizzen des Meisters auf Kartons beschäftigt, die für die Königliche Wandteppichmanufaktur verwendet wurden. Sein früher Erfolg in der Turiner Kunstszene wird durch die Tatsache bestätigt, dass er 1756 in die Compagnia di San Luca eintrat.
Die hier verwendeten Farben, hell aber kühl, mit einer Vorliebe für Blau- und Rosatöne mit leuchtenden Gelbtönen, finden sich in vielen anderen Werken des Meisters wieder, wie z.B. in der Erscheinung der Madonna della Neve in Santa Maria della Neve in Mondelli oder der Madonna del Carmine mit den Heiligen Sebastian und Johannes dem Täufer in Rivara. Vor allem die pastoralen Episoden, die auf dem Antiquitätenmarkt angeboten wurden, lassen sich eng mit dem vorliegenden vergleichen, ebenso wie die Heilige Agatha des Museo Luigi Mallé in Dronero. Ähnlich seinem Stil sind auch einige Werke des Meisters Beaumont, wie die musizierenden Putten aus einer Privatsammlung oder die Allegorie der Malerei im Musée des Beaux-Arts in Brest.
Die betreffenden Gemälde sind ein wichtiges Zeugnis der besten Ader Molinaris, denn sie zeigen einen leuchtenden Impuls von brillanter Fähigkeit; dies geschieht, weil der beste Teil der Tätigkeit unseres Malers zweifellos die Porträtmalerei von Personen und Objekten ist, die er mit ständigem Engagement verfolgte und zu einer Eigenart der Ausdrucksweise gelangte, die eine bedeutende Phase in der Entwicklung des Genres markiert, mit kluger Vorwegnahme der ausführenden Feinheit der Neoklassiker, die auch einer Breite der Pasten und einer Scharfsinnigkeit der Definition geschuldet ist, die allesamt typische Vorrechte der großen italienischen Malerei und des Molinari selbst sind.
Den gleichen künstlerischen Sinn, der hier vorhanden ist, finden wir auch in anderen Werken des Malers selbst, wie z.B. in den beiden Werken zur Geschichte Davids, die sich im Palazzo Reale in Turin befinden, wo ein Katalog veröffentlicht wurde: "Mostra del barocco Piemontese. Pittura – Scultura – Arazzi.
Die hier veröffentlichten Gemälde und Kunstobjekte sind mein alleiniges Eigentum und können daher nach vorheriger Terminvereinbarung jederzeit persönlich in meinen Ausstellungsräumen in Sanremo und Brescia besichtigt werden.
Das Werk wird, wie jedes unserer Objekte, mit einem fotografischen FIMA-Echtheits- und Herkunftszertifikat verkauft; dieses Dokument identifiziert das Objekt und verleiht dem Artikel einen Mehrwert.
Wir kümmern uns persönlich um die Verpackung und den Versand der Kunstwerke mit Versicherung in die ganze Welt und organisieren diese.
Dr. Riccardo Moneghini
Kunsthistoriker