Giuseppe Rivadossi (Nave, 8. Juli 1935)
Madia Pacher, 2015
aus Nussbaumholz
cm 106 x 110 x 42
Anrichte mit zwei Türen aus massivem Nussbaumholz, bearbeitet gegen die Maserung.
Die asymmetrische Form der Oberseite und die Art der Bearbeitung, die die Maserung des Holzes besonders hervorhebt und ihr "Bewegung" verleiht, machen dieses Möbelstück wirklich faszinierend.
Rivadossi erbte das Interesse an der Kunst von seinem Vater Clemente und begann seine offizielle künstlerische Karriere in den 1960er Jahren, indem er sich dem Studium von Möbeln und Skulpturen aus Holz, Gips, Terrakotta und Bronze widmete.
So vielfältig sind die Materialien, die er in seinen Werken verwendet, die immer vom Menschen, seinen Werten und seinem "Leben" inspiriert sind.
Giuseppe Rivadossi sagt:
Ich habe Holz bearbeitet gesehen, seit ich ein Kind war.
Bis in die 1960er Jahre war das Verhältnis Mensch-Mensch, Mensch-Natur, wo ich jetzt lebe, noch auf einer alten Ethik aufgebaut.
Dann kam die Industrie und mit ihr begann die Plünderung.
Die Hoffnung auf ein weniger hartes Leben verwandelte sich bald in eine bittere Feststellung.
Die neue Technologie, die nur ein perfekteres Werkzeug sein sollte, erwies sich als ein Werkzeug der Frustration und des allgemeinen Zusammenbruchs.
In dieser Situation spüre ich immer tiefer das Bedürfnis, jenes Gefühl der grundlegenden Einheit des Seins auszudrücken, als eine grundlegende Idee, die wir nicht verlieren oder um jeden Preis jeden Tag und in jedem Ding wiederfinden müssen.
Jetzt entstehen diese Bilder, diese Skulpturen und diese Möbel aus der Tiefe meiner Erfahrung wie ein Gesang, eher von jener Hoffnung und jener einzigen Alternative, vor der wir stehen, als von Nostalgie nach der Vergangenheit.