Das Werk illustriert eine Episode aus Gesang XXXIII des Purgatorio, dem zweiten Gesang der Divina Commedia des Dichterfürsten Dante Alighieri. Dante, begleitet von Beatrice, der Engelsfrau, nähert sich dem Moment des Übergangs ins Paradies, nachdem er das Wasser des Flusses Eunoè getrunken hat, das von Sünden reinigt. Im Feld rechts sind die Figuren von Matelda (Symbol des menschlichen Zustands vor der Erbsünde) und des lateinischen Dichters Stanzio zu sehen, während oben links sieben weibliche Figuren mit Fackeln prangen.
Die gesamte Komposition wurde vom Künstler als Einheit mit dem wertvollen Rahmen konzipiert, der eine originale Vergoldung aufweist. Dieser zeichnet sich durch ein äußeres Perlenmotiv, vier fünfzackige Sterne an den Ecken, Rankenornamente am Umfang und vier Legenden mit eingravierten und schwarz gefärbten Buchstaben in der Mitte der vier Seiten aus. Teilweise werden einige Terzinen aus Gesang XXXIII des Purgatorio im Uhrzeigersinn wiedergegeben, beginnend von oben, die Verse 43 und 44 „Nel quale un cinquecento di dieci e quindici messo di Dio anciderà la fuia“, die Verse 49 und 50 „Ma tosto fieno li fatti e le Naiade sorvoleranno questo enigma forte“, die Verse 52 und 53 „Tu nota e sì come da me son porte queste parole si le insegna a' vivi“, und die Verse 40 und 41 „Ch'io veggio certamente e però il narro a darne tempo già stelle propinque“.
Jedes Element des Werks, von den zentralen Figuren Dantes und Beatrice bis zu den detaillierten Gravuren der Terzinen im Rahmen, zeugt von der Fähigkeit des Künstlers und der Bedeutung der Divina Commedia in der kulturellen Tradition und stellt ein Meisterwerk von raffinierter Eleganz und tiefer Spiritualität dar.
Pietro Nanin besuchte in jungen Jahren die Accademia di Belle Arti in Verona, wo er zwischen 1870 und 1873 Zeichenlehrer wurde. Von 1858 bis 1871 nahm er an den Ausstellungen der Società Belle Arti in Verona teil, hatte aber auch die Möglichkeit, in Mailand, Venedig, Vicenza und Florenz auszustellen. Der Künstler zeichnete sich auch als fähiger Interpret der historischen Fälschung aus und malte gefälschte mittelalterliche Miniaturen, die auf dem Antiquitätenmarkt für Aufsehen sorgten.
Das Gemälde wird durch das Gutachten von Dr. Riccardo Battiferro Bertocchi vervollständigt.
Das Werk misst 170 cm H und 132 cm L mit Rahmen.
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