Giovanni Crivelli bekannt als il Crivellino (Mailand, ? - Parma, 1760)
Kampf zwischen Hunden und Bison
Öl auf Leinwand, cm 84 x 111
Mit Rahmen cm 112 x 139
Dank des Vergleichs mit seinen eigenhändigen Werken, von denen noch die Rede sein wird, kann dieses Gemälde dem Mailänder Giovanni Crivelli (Mailand, ? - Parma, 1760) zugeschrieben werden, der als Crivellino bekannt ist, um ihn von seinem Vater Angelo Maria zu unterscheiden, der ebenfalls Maler war und als Crivellone bekannt ist (Nachrichten von ca. 1662 - 1730).
Die Bestätigung der Vaterschaft des Crivellino ergibt sich hauptsächlich aus dem Vergleich mit einigen Gemälden in der Sammlung Cova Minotti in Mailand, die einen von Hunden angegriffenen Eber (signiert und datiert "Gio. Crivelli fec.1720") und einen von Hunden angegriffenen Bären darstellen. Enge Analogien sind in der Inszenierung des Werks, in der Komposition und in der Wiederaufnahme der gleichen Arten von Hunden und Bisons sichtbar, insbesondere in einem anderen Werk derselben Sammlung, das einen Angriff auf den Bison darstellt.
Diese Werke bezeugen im Werk von Crivellino den Bezug zur internationalen Jagdkultur, insbesondere zur flämischen, fast mit der Absicht - wie Arisi in der oben genannten Monographie über die beiden Crivelli feststellte - mit diesen Modellen zu konkurrieren. Leinwände, die von Zeitgenossen und der grossen Aristokratie sehr geschätzt wurden; Lanzi erinnert sich unter anderem an den Crivellino, der sehr aktiv am Hof der Farnese in Parma tätig war.
Die betreffende Leinwand zeigt einen Kampf zwischen Hunden und einem Bullen, in dem sich die Ausdruckskraft und Stärke der Malerei von Crivellino voll entfalten. Die drei Hunde, die in verschiedenen Posen erwischt werden, knurrend, mit offenen Mündern, scheinen den Bullen in Schwierigkeiten einzukreisen. Der Pinselstrich ist schnell, aber dennoch definiert und vibriert, was dem inhärenten Dynamismus der Szene zusätzliche Aufregung verleiht. Die Wiedergabe des Fells von grosser Qualität wirkt lebendig und vermittelt die wahre Vorstellung vom Fell der Tiere. Der Bulle in Schwierigkeiten scheint seinen Kopf zu drehen, bereit, auf den Boden zu fallen. Die Grösse der kämpfenden Tiere dominiert die umgebende Landschaft und lenkt die Aufmerksamkeit auf den Kampf, so faszinierend die architektonischen Ruinen und das Ausbleichen des Himmels auch sind. Eine Hirtenfigur, die spazieren geht und die Szene aus einer gewissen Entfernung beobachtet, bereichert die Komposition zusätzlich.
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