Erste Hälfte des 19. Jahrhunderts
Madonna mit Kind und Seelen im Fegefeuer
Lackiertes und vergoldetes Pappmaché mit polychromer Holzbasis
96,5 x 37,5 x 28 cm
„Zu dieser Zeit fragte ich den Herrn Jesus: ‚Für wen soll ich noch beten?‘. Jesus antwortete mir, dass er mir in der folgenden Nacht wissen lassen würde, für wen ich beten sollte. Ich sah den Schutzengel, der mir befahl, ihm zu folgen. In einem Augenblick befand ich mich an einem nebligen Ort, der vom Feuer überflutet war, und darin eine riesige Menge leidender Seelen. Diese Seelen beten mit großem Eifer, aber ohne Erfolg für sich selbst: Nur wir können ihnen helfen. Die Flammen, die sie verbrannten, berührten mich nicht. Mein Schutzengel verließ mich keinen einzigen Augenblick. Und ich fragte diese Seelen, was ihre größte Qual sei. Und einstimmig antworteten sie mir, dass ihre größte Qual die brennende Sehnsucht nach Gott sei. Ich erblickte die Madonna, die die Seelen des Fegefeuers besuchte. Die Seelen nennen Maria ‚Stern des Meeres‘. Sie bringt ihnen Erfrischung.“
(Tagebuch der Schwester Faustina Kowalska S. 11)
Die polnische Ordensfrau, die heilige Faustina Kowalska (1905-1938), interpretierte in den Seiten ihres Zeugnisses die alte Rolle der Jungfrau als Retterin und Unterstützerin der Seelen des Fegefeuers neu. Das Zweite Ökumenische Vatikanische Konzil legte fest, dass die Mutter Gottes, nachdem sie in den Himmel aufgenommen worden war, eine kontinuierliche Fürbitte zugunsten jener Kinder leisten sollte, die im Paradies darauf warteten, an dem Ort, der zum ersten Mal vom Papst Gregor dem Großen in seinen Dialogen erwähnt wurde, auf die Sühne für ihre irdischen Sünden zu warten. Die heilige Birgitta von Schweden, geboren 1303, bezeugte, wie sich die Seelen im Fegefeuer schon beim Hören des Namens Maria erleichtert fühlten, während der heilige Bernhardin von Siena (1380-1444) kurz darauf daran erinnerte, dass die Hauptabsicht der Jungfrau darin bestehe, die Leiden der Seelen zu lindern, die auf das ewige Leben warteten. Viele spätere Theologen haben die entscheidende Bedeutung der Rolle der Jungfrau im Prozess der Erlösung innerhalb der Grenzen des Fegefeuers bekräftigt, darunter der heilige Alfons Maria de’ Liguori (1696-1787); die von den Gläubigen angebotene Hilfe, die zur Fürbitte für die Verstorbenen das Rosenkranzgebet sprechen können, blieb gemäß der späteren Interpretation gleichermaßen nützlich. In der vorliegenden Skulptur sind die Seelen in den kanonischen Flammen der augustinischen Erinnerung dargestellt, wobei eine ikonografische Praxis angewandt wird, die sowohl für Gemälde als auch für Skulpturen aller Epochen verwendet wird: In diesem Zusammenhang seien die Werke mit ähnlichem Thema von Luca Giordano (Basilika San Pietro di Castello, Venedig), Ludovico Carracci (Pinacoteca Vaticana, Vatikanische Museen), Orazio de Ferrari (Kirche S. Ambrogio, Voltri) sowie die Statuengruppe aus demselben Material wie das vorliegende, Pappmaché, ein Werk der Schule von Lecce aus dem 20. Jahrhundert (Mutterkirche Santa Maria di Licodia), erwähnt.
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