AMERIGO CANEGRATI
(Mailand 1900 ~ 1938)
Landschaft, 1931
Öl auf Leinwand, 95 x 110 cm
Amerigo Canegrati gilt als einer der Vertreter der modernsten lombardischen Malerei und wird zu den Künstlern des italienischen Novecento gezählt. Er drückt tiefe koloristische Qualitäten sowohl in Landschafts- als auch in Figurenbildern aus. Er ist der Autor von stark architektonischen Kompositionen, die durch eine dichte und materielle Farbigkeit unterstrichen werden. 1930 wurde er anlässlich seiner Teilnahme an der Biennale mit dem Premio Città di Venezia ausgezeichnet. Canegrati interpretiert die Landschaft nach einer Formel des nicht-deskriptiven Naturalismus - eher im Sinne von Renoir - in der die Vereinfachung der Linien mit einer delikaten Farbgebung und einem stark expressiven Pinselstrich einhergeht, die die malerische Forschung "konkret" machen. Die naive Atmosphäre, die das Gemälde vermittelt, erinnert uns an Themen von einfacher und klarer Unmittelbarkeit, die in den 1920er und 1930er Jahren, als das Klima des Novecento bereits gefestigt war, sehr in Mode waren.
Wesentliche Bibliographie: A. M. Comanducci, Dizionario illustrato dei pittori, disegnatori e incisori italiani moderni e contemporanei, Mailand, Patuzzi Editore, 1962, S. 330. Galleria d’Arte Moderna di MIlano, Electa, 1974.
Veröffentlichungen und Ausstellungen: II. Kollektivausstellung der Künste des Novecento kuratiert von G. Cribiori, Pavia, Castello Visconteo, 28. April – 17. Juni 2007.