17. Jahrhundert, Bottega dei Nuvolone
Verkündigung
Öl auf Leinwand, 98.50 x 127.00 cm – mit Rahmen
Dargestellt ist eine kanonische Verkündigung, die Maria kniend zeigt, unterbrochen von der stürmischen Ankunft des Erzengels Gabriel, der als Gabe weiße Lilien, ein Symbol der Reinheit, bringt, um an die unbefleckte Jungfräulichkeit und die Reinheit der Jungfrau zu erinnern. Die Szene ist von göttlichem Licht umhüllt, dessen Strahlen von der Taube des Heiligen Geistes ausgehen.
Das Gemälde ist aufgrund seiner stilistischen und formalen Merkmale einem Künstler zuzuschreiben, welcher die Werke der Maler Carlo Francesco Nuvolone (Mailand, 1609 – 1662), eines gefeierten Mailänder Malers, gut kennt, welcher Teil einer produktiven Werkstatt war, die von seinem Vater Panfilo und dessen Bruder Giuseppe (1619-1703) gegründet wurde. Das charakteristische Merkmal ihrer Arbeit war die Verschmelzung der beiden Traditionen, der lombardischen und der emilianischen, die den Nuvolone eigen war. Diese arbeiteten bei der Dekoration der Kapelle des Sacro Monte d'Orta und bei den Fresken in San Francesco in Trecate zusammen. Carlo Francesco wurde in der Accademia Ambrosiana ausgebildet, die von Borromeo unter seinem Vater Panfilo und später von Giovanni Battista Crespi, genannt il Cerano, gegründet wurde.
Carlo Francesco wird von dem vibrierenden Pathos der beiden Koryphäen des frühen lombardischen 17. Jahrhunderts, Cerano und Procaccini, beeinflusst, das er in einer Sprache von ausführender Offenheit, aber statisch in der kompositorischen Artikulation, zum Ausdruck bringt. In seiner vollen Reife wird die Sprache fließender und reifer, auch dank der größeren zeichnerischen Beherrschung, bis hin zur vollen Beherrschung eines nunmehr rein barocken Ausdrucksregisters, das seine Unterscheidungsmerkmale in der luftigen Regie der Szenen und noch mehr in den Vorrechten der malerischen Behandlung findet, die nun von einer atmosphärischen und schwebenden Textur belebt wird, die den Figuren eine vaporöse Konsistenz verleihen kann, die der zärtlichen Inflexion entspricht, die ihre Ausdrücke und Haltungen inspiriert.
Giuseppe blieb stilistisch stärker mit seinem älteren Bruder Carlo Francesco verbunden, obwohl er nach dem Tod des berühmteren Bruders im Jahr 1662 bemerkenswerten Erfolg hatte, da er der einzige Verbreiter der glücklichen „nuvolonischen“ Manier blieb. Giuseppe bereitet sich so darauf vor, eine eigene, abgelöste Bildsprache zu entwickeln und zu verstärken: Die Malerei wird intensiver und feierlicher in der Lebendigkeit der Farbtöne und in der Komplexität der Kompositionen; die narrative Wirksamkeit der Malerei von Giuseppe und seine Fähigkeit, Darstellungen von großer Tragweite zu beherrschen.
Das vorliegende Gemälde kann, insbesondere im Hinblick auf die Figur der Madonna, mit der Jungfrau in der Altartafel der Kirche Santo Sepolcro in Mailand und in der Heiligen Familie der Pinacoteca Ambrosiana verglichen werden; ein weiterer Hinweis ist die Verkündigung von Brera von Carlo Francesco. Aber auch mit den Madonnen von Giuseppe wie in der Heiligen Familie von Bregnano (Como), Madonna und Heilige des Museo Civico di Piacenza.
Mit Ars Antiqua ist es möglich, alle Beträge bis zu 5.000 € zu NULL ZINSEN über einen Zeitraum von insgesamt 12 Raten zu stunden.
Beispiel: Gesamtsumme 4.500 € = Monatsrate 375 € für 12 Monate.
Beispiel: Gesamtsumme 3.600 € = Monatsrate 720 € für 5 Monate.
Für Beträge über 5.000 € oder für eine längere Stundung (über 12 Raten) können wir eine personalisierte Zahlung anbieten.
Kontaktieren Sie uns direkt, um das beste Angebot zu erhalten.
LIVE-FERNSEHEN
– SONNTAG 17.00 – 21.00 Dig.terr. 126
– Im Streaming auf unserer Website www.arsantiquasrl.com und auf unseren sozialen Netzwerken Facebook und Youtube