Öl auf Leinwand. Signiert, datiert 1872 und unten rechts mit Parma lokalisiert. Es handelt sich um eine große Winterlandschaft von starker szenischer Wirkung, die gut zum szenografischen Traditionalismus der Malerei von Mentore Silvani passt, einem Künstler aus Traversetolo (Parma), einem Landschaftsmaler, der aber auch als Bühnenbildner bekannt ist. In der Szene, die vom Weiß eines kurzen Schneefalls besprenkelt ist, der die typische, seltene und stille Winteratmosphäre erzeugt, schlängelt sich zwischen kahlen und trockenen Bäumen eine unbefestigte Straße, auf der ein Wanderer unterwegs ist; rechts ein baufälliges Gebäude mit einem Waschhaus, aus dem eine Frau Wasser schöpft; in der Mitte eine Säule, auf der ein heiliges Bild montiert ist. Silvani, der in seiner Heimatstadt ausgebildet wurde, nahm ab 1864 an den Ausstellungen der Incoraggiamento in Parma teil und seine Werke befinden sich hauptsächlich in seiner Heimatstadt (in der Gemeinde Parma, der Galleria Nazionale und dem Liceo Artistico Paolo Toschi); er stellte unter anderem auch in Mailand (1872) und Florenz (1875) aus. Silvani, der an der Schule von Gerolamo Magnani zum Bühnenbildner ausgebildet wurde, übte dieses Amt in Parma, aber auch ab 1871 in Venedig aus. Seine malerische Produktion, die hauptsächlich ländliche Landschaften der Parmeser Landschaft umfasst, ist stets durch die Treue zu den realen Gegebenheiten gekennzeichnet. Das hier präsentierte Werk wird in einem zeitgenössischen Rahmen präsentiert.
Rahmenmaße (cm):
Höhe: 149
Breite: 238
Tiefe: 10
Werkmaße (cm):
Höhe: 125
Breite: 214
ARAROT0147772