ANSELMO BUCCI
(Fossombrone, 1887 - Monza, 1955)
Porträt meiner Mutter, 1914
Öl auf Leinwandkarton, cm 60,5x45
Provenienz: Sammlung Mario Fossati (Erben Bucci)
Bibliographie: Die Sammlung Mario Fossati, S.185, Nr. 133; Zwischen den Zeilen. Vierundzwanzig Künstler des italienischen 20. Jahrhunderts durch Bilder und Worte, herausgegeben von G.Cribiori, 9cento Milano Edizioni, 2023, Tafel 76, S. 139
Das Werk steht stilistisch neben dem Mehrfachporträt "Mein Vater und meine Schwestern", das Bucci, ebenfalls 1914, nach seiner Rückkehr aus Paris kurz vor seiner Abreise zu den Übungen mit dem Radfahrer-Freiwilligen-Bataillon (Juni 1914) und anschliessend an die Front im Unteren Piave schuf.
Die Technik bewahrt die breite Farbaufteilung im Hintergrund und auf dem Kleid der Mutter, unterscheidet sich jedoch von dem anderen genannten Porträt durch eine klassischere und realistischere Technik in der Wiedergabe des Gesichts.
Stilistisch erkennt man, kurioserweise, wenn man so will, eine Rückkehr zur Scapigliatura der frühen 1900er Jahre, die Bucci selbst vor seiner Abreise nach Paris (im November 1906) und auch Umberto Boccioni einige Jahre später so sehr beeinflusste, der beispielsweise im Selbstporträt von 1916 die gleiche Technik der Farbaufteilung verwenden wird.
Die Galerie Studiolo archiviert die Werke des Meisters über das Archiv Anselmo Bucci Mailand
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