Giacomo Francesco Cipper
(Feldkirch 1664 – Mailand, 1736)
Genreszene
Öl auf Leinwand, 106,5 x 160 cm
VERKAUFT
Ausgestellt auf der Ausstellung Tiere in der Kunst von der Renaissance bis Ceruti, Brescia, Palazzo Martinengo, 19. Januar – 9. Juni 2019
"In der vorliegenden Szene, in der, wie in den besten Werken des Autors, die Figuren nach einem konsolidierten geometrischen Gerüst angeordnet sind, eine Ellipse, die sich um den Tisch dreht und deren Drehpunkt die Falle ist, die die Maus enthält. Tatsächlich sind die Ellipsen hier doppelt und parallel, die äußere bewegt sich vom Kopf des Mädchens, schwenkt zum Hut des Protagonisten, berührt die alte Frau im Hintergrund, dreht sich um den ausgestreckten Körper des Jungen im Vordergrund, der in der Haltung ihren Verlauf betont; die zweite wird von den vier, gut hervorgehobenen Händen der Personen um den Tisch bis zum Kerzenleuchter markiert, die die Falle einzurahmen scheinen.
Das gefangene Nagetier kehrt in anderen bekannten Szenen des Todeschini zurück, so wie in dem Gemälde Bauer mit Mausefalle (Proni, 1996, S. 70, Abb. 16), in den beiden Szenen Mausefalle (Tognoli, 1976, S. 75, Abb. 86 und 87), im Selbstporträt (Tognoli, 1976, S. 91, Abb. 119) und in vielen anderen. Der symbolische Wert der Darstellung des gefangenen Tieres ist offensichtlich, das verschiedene Bedeutungen hat, bis hin zur "symbolischen Implikation des gefangenen Betrügers" (Tognoli, 1976, S. 151) oder zu offensichtlichen sexuellen Anspielungen in der Nadel, die die unglückliche Maus hinrichten wird, oder in der schwarzen Katze, die die Szene beobachtet, die als Symbol des Weiblichen deklariert wird".
[Maria Silvia Proni]
- Katalog Galleria Giamblanco, Vier Jahrhunderte Malerei, Allemandi, Turin, 2016, S. 45-47.
http://dipintiantichigiamblanco.it/wp-content/uploads/2017/06/Catalogo-2016.pdf