Aquarellierte Zeichnung von Quinto Cenni (1845-1917) aus dem späten 19. Jahrhundert.
Am 20. März 1845 in Imola geboren, entwickelte er schon in jungen Jahren eine angeborene Leidenschaft für das Zeichnen, die er entwickelte, indem er Militärfiguren porträtierte, die er auf den staubigen Straßen des Landes beobachtete, die damals von päpstlichen und österreichischen Soldaten, dann von Piemontesen bereist wurden. Sein Beobachtungsgeist erfasste jedes Unterscheidungsmerkmal der Uniform, und wenn er sie nicht persönlich sah, ließ er sie beschreiben und zeichnete sie dann. Der frühe Tod seines Vaters schien seine schulische Laufbahn an der Akademie der Schönen Künste in Bologna zu unterbrechen. Zuerst kam ihm ein städtischer Zuschuss zu Hilfe, dann bis 1867 nichts mehr. Nach dem Tod seiner Mutter, die seine einzige Unterstützung geblieben war, beschloss er dann, nach Mailand zu ziehen. Hier erhielt er verschiedene Positionen als Illustrator von Zeitschriften und setzte seine Porträtmalerei von Ereignissen und Männern fort. Ab 1887 wurde er Direktor der "Illustrazione Militare Italiana" und erntete in Italien und im Ausland große Anerkenung. Sein Sohn Italo trat in seine Fußstapfen, allerdings mit weniger Erfolg. Quinto Cenni starb 1917 in Carate Brianza. Die künstlerische Produktion von Quinto Cenni wird heute zum Teil von öffentlichen Einrichtungen und zum Teil von zahlreichen privaten Sammlern auf der ganzen Welt aufbewahrt. Im Nationalmuseum von Castel Sant'Angelo in Rom werden 288 Aquarelle aufbewahrt, von denen 238 vom Premierminister Mussolini und 50 von den Erben von Cenni gestiftet wurden. Im Museo del Risorgimento in Mailand werden 133 Aquarelle über die Freiwilligen des Risorgimento aufbewahrt. Weitere kleinere Gruppen befinden sich in der Pinacoteca civica di Imola. Neben dem Privatarchiv des Künstlers besitzt das Historische Büro des Generalstabs des Heeres (300 Tafeln seines Kodex) eine Sammlung von 2.500 Blättern, die in verschiedene Bände unterteilt sind, in denen Quinto und sein Sohn Italo nach ihm Notizen und Entwürfe über Uniformen, Waffen und Armeen aus aller Welt und allen Epochen sammelten. Kürzlich wurden 50 Aquarelle von Quinto Cenni über das Herzogtum Parma zur Zeit von Maria Luigia, deren Existenz unbekannt war, im Museum von New York ausgestellt.
Im Rahmen H 36 x B 42 x T 6 / Papier H 18 x B 23 cm