Zeichnung von 100 x 72,5 cm, erstellt mit einer Mischtechnik aus Feder-Tusche und Aquarell auf beigem Papier; Rahmen aus Holzleiste.
Auf den Beinen stehend und mit aufgerissenen Augen sträubt sich das Fohlen erschrocken beim Anblick des Pferdeschädels, der links erscheint, und versteift plötzlich seine zitternde Körperlichkeit.
Die Spannung des Protagonisten wird durch eine nervöse und eindringliche grafische Darstellung wiedergegeben, während die breiten und tiefen Konturen das Gefühl von Plastizität verstärken und deutlich machen, dass der Künstler in erster Linie wie ein Bildhauer denkt.
Elia Ajolfi (Bergamo 1916-2001) ist einer der großen Bronzebildhauer des italienischen 20. Jahrhunderts; seinen Tier-Skulpturenzyklen, beginnend Ende der 1950er Jahre, gingen stets raffinierte Zeichnungen wie diese voraus, die sich durch eine eindringliche, dynamische Plastizität auszeichnen.
Signatur und Datum 1961 unten rechts.