Daniel Seiter (Wien, 1647 – Turin, 1705)
Diana und Orion
Ca. 1685
Öl auf Leinwand, 174,5 x 155 cm,
Das Werk wurde auf der Ausstellung „Sfida al Barocco, Roma Torino Parigi 1680 – 1750“ ausgestellt, die vom 30. Mai bis 20. September 2020 in Venaria Reale stattfand, konzipiert von der Fondazione 1563 per l’Arte e la Cultura und organisiert vom Consorzio delle Residenze Reali Sabaude.
Provenienz: Privatsammlung der Familie Baglioni
In dem eindrucksvollen Gemälde setzt der Wiener Künstler den Mythos von Diana und Orion auf die Leinwand, eine mythologische Episode, von der es nur wenige bildliche Darstellungen gibt. Der Maler gestaltet die gesamte Komposition um den tragischen Moment, in dem die Göttin im vergeblichen Versuch, den schönen Orion wieder zum Leben zu erwecken, den tödlichen Pfeil auf Asklepios richtet. Der düstere Himmel, unter dem sich die Szene abspielt, kontrastiert mit dem makellosen Körper des Jägers und erzeugt die Dramatik eines Irrtums-Todesfalls, der aus dem von Eifersucht getriebenen Betrug seines Bruders Apollo an Diana resultierte. Der Maler erneuert in diesem Gemälde seine Liebe zum Thema, das er bereits in „Diana am Leichnam des Orion“ im Louvre sowie im Tondo, der in die Decke des Schlafzimmers von Vittorio Amedeo II. von Savoyen im Palazzo Reale in Turin eingefügt ist, dargestellt hat.
- Galerie Giamblanco.
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