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17. Jh., Christus mit zwei Engeln am Grab

Codice: 457444
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Epoche: 17. Jh.
Kategorie: Religiöse Gemälde
Aussteller
Ars Antiqua SRL
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Via Pisacane, 55, Milano (MI (Milano)), Italien
+39 02 29529057
http://www.arsantiquasrl.com
17. Jh., Christus mit zwei Engeln am Grab 
Beschreibung:
17. Jahrhundert Christus mit zwei Engeln am Grab Öl auf Kupfer, 31 x 20 cm – mit Rahmen, 36 x 26 cm Das Zentrum der Komposition wird von der Figur Christi eingenommen, der aufrecht und leicht geneigt ist und sich durch einen durchscheinenden Teint auszeichnet, der sich kräftig vom dunklen und tiefen Hintergrund abhebt. Jesus wird von zwei Engeln in farbenprächtigen Gewändern flankiert, die ihn mit Gesten voller sanfter Zärtlichkeit unterstützen und seinen schweren, dunklen Mantel auf seinen Schultern halten. Die Szene spielt sich am Grab ab, ein Element, das zusammen mit der Anwesenheit der Engelsfiguren direkt auf den Typus des von Engeln gehaltenen toten Christus verweist, ein Thema, das der gegenreformatorischen und barocken Malerei lieb ist. Der Autor dieses Kupferbildes führt jedoch eine ikonografische Variante von großem Interesse ein: Im Gegensatz zu berühmten Vorbildern wie denen von Veronese im Museum of Fine Arts in Boston oder der Version von Camillo Procaccini, in denen der Körper Christi im Schlaf des Todes und ohne eigenes Leben dahingestellt ist, erscheint der Erlöser hier lebendig, empfindungsfähig und in aufrechter Haltung. Diese kompositorische Wahl erzeugt eine gewollte semantische Ambiguität, die den Moment der Passion mit dem des bevorstehenden Auferstehung verschmilzt und das Gerüst des beklagenswerten Umstands mit Elementen aus der Tradition des Ecce Homo verbindet. Die Details sind eindeutig: Die Hände Jesu sind an den Handgelenken mit einem Seil festgebunden, sein Haupt ist von der Dornenkrone umwunden, und der Mantel, der ihn umhüllt, erinnert an das königliche Purpur der Verhöhnung. Hier spürt man das Echo der berühmten Interpretationen Caravaggios, insbesondere derer im Palazzo Bianco in Genua und im Prado-Museum, wo die Würde des Leidens durch die Spannung der Glieder und den gesenkten Blick ausgedrückt wird. Dem Künstler des 17. Jahrhunderts gelingt es somit, die gesamte Parabel des christlichen Opfers in einem einzigen Bild festzuhalten und das Kupfer in eine Bühne zu verwandeln, auf der der Vir Dolorum und der Christus, der Sieger des Todes, nebeneinander existieren. Die malerische Ausführung, typisch für den Geschmack des 17. Jahrhunderts, spielt mit lebhaften Lichtkontrasten, bei denen das Licht direkt aus dem gepeinigten Fleisch Christi zu emanieren scheint und das Auge des Betrachters auf die Zeichen des Martyriums lenkt, die durch einen gekonnten Pinselstrich veredelt werden, der den Stoffen Weichheit und den Engelsgesichtern emotionale Intensität verleiht. Das Werk stellt sich somit nicht nur als Objekt privater Verehrung dar, sondern als eine visuelle theologische Reflexion über die menschliche und göttliche Natur des Erlösers.