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18. Jahrhundert, Nord-/Mittelitalien, Intarsienpaar

Codice: 457443
1.400
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Epoche: 18. Jh.
Kategorie: 700er Skulpturen
Aussteller
Ars Antiqua SRL
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Via Pisacane, 55, Milano (MI (Milano)), Italien
+39 02 29529057
http://www.arsantiquasrl.com
18. Jahrhundert, Nord-/Mittelitalien, Intarsienpaar 
Beschreibung:
18. Jahrhundert, Nord-/Mittelitalien Intarsienpaar (2) Verschiedene Holzarten, 25 x 38,5 cm Sehr selten und von sorgfältiger Ausführung erscheinen diese beiden Intarsien aus dem 18. Jahrhundert, die durch eine Reihe von polychromen Intarsien aus verschiedenen Hölzern gefertigt wurden. Tatsächlich verwendete der hier tätige Künstler, gleichzeitig Ebenist und Maler, auf dem Tannenholzgrund eine Reihe von Furnieren und Wurzelhölzern verschiedener Holzarten: Hölzer wie Apfel-, Birn-, Nussbaum-, Ahorn- und Kirschholz können erkannt werden. Die Verwendung von Pyrographie, d. h. dem Ritzen der Holzoberfläche mit einer glühenden Eisenpitze, ermöglicht die Definition der Linien, welche die verschiedenen Abschnitte der Komposition charakterisieren, die dann durch das Auftragen von Farben definiert wird, die auf den unterschiedlichen Schattierungen von Braun und Blau basieren. Eine der beiden Intarsien stellt eine Küstenlandschaft mit Figuren dar, die mit Handel beschäftigt sind: Einige beobachten den Transport von Waren auf Booten mit ausgebreiteten Segeln, während andere auf dem Festland im Vordergrund beschäftigt sind. Die Silhouette des Baumes rechts, der Felsvorsprung in der Mitte und der Turm links am Eingang der Bucht tragen dazu bei, die Tiefenwirkung der Landschaft zu definieren, die im Hintergrund durch die blauen Umrisse der Berge abgeschlossen wird, die farblich mit den Tönen des Meeres und des Himmels verbunden sind, der von fliegenden Vögeln durchzogen ist. Die Figuren, dynamisch und synthetisch in ihren Bewegungen und ihrer somatischen und kostümistischen Charakterisierung, prägen beide Szenen und beleben die Umgebung: die eine eher landschaftlich, die andere architektonischer. Die zweite Intarsie zeigt tatsächlich zahlreiche zivile, religiöse und militärische Gebäude, die analytisch in ihren verschiedenen strukturellen Typen beschrieben sind. Diese veranschaulichen nicht nur die virtuosen perspektivischen Fähigkeiten des hier tätigen Künstlers, sondern liefern auch einen interessanten Beleg für die Architektur des 18. Jahrhunderts: Die Paläste, Arkaden, Türme verweisen auf jene Zeit der Handelskontakte und militärischen Besorgnisse, wie man sie von der Wache der Sentinelle entlang des spiralförmigen Weges um den Turm mit der Glocke auf der Spitze ableiten kann. Die Ausführungsart, die bildliche Sprache und die Verwendung von Tannenholz als Unterlage verweisen auf das nord- und mittelitalienische Umfeld der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, wahrscheinlich in einer Region mit Kontakt zur venezianischen Kultur und Tradition.