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Arkadyzierte Ansicht des venezianischen Hinterlandes

Codice: 457030
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Epoche: 18. Jh.
Kategorie: Venedig
Aussteller
Ghidotti Luigi di Ghidotti Guido
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Via Matteotti 33, Chiari (BS (Brescia)), Italien
+393311732593
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http://www.guidoghidottidipintiantichi.it
Arkadyzierte Ansicht des venezianischen Hinterlandes 
Beschreibung:
„Arkadyzierte Ansicht des venezianischen Hinterlandes“ Autor: Giovanni Migliara (Alessandria, 15. Oktober 1785 – Mailand, 18. April 1837) Zuschreibung: Prof. Emilio Negro Technik: Öl auf Tafel Epoche: erste Hälfte des 19. Jahrhunderts Maße: 20. Jh. Rahmen 38x48 cm – Tafel 29x38,5 cm Das Gemälde, Öl auf Holztafel, stellt eine arkadyisierte Ansicht des venezianischen Hinterlandes dar, gekennzeichnet durch eine idealisierte Landschaft, in der natürliche und architektonische Elemente in kompositorischer Balance koexistieren. Die Szene entfaltet sich durch eine luftige perspektivische Konstruktion mit vegetativen Kulissen und lichtdurchfluteten Öffnungen, die den Blick in die Tiefe der Landschaft lenken. Besonders bedeutsam ist rechts in der Komposition der Blick auf einen venezianischen Kanal, belebt durch die Anwesenheit eines Bootes, das ein erzählerisches und dynamisches Element in die Szene bringt. Dieses Detail stellt eine direkte Verbindung zur Lagunenrealität Venedigs her und kontrastiert die pastorale Ruhe des Hinterlandes mit einem Hauch von Alltag und menschlicher Aktivität. Die Integration des Kanals dient auch als effektives perspektivisches Mittel, das die räumliche Tiefe erweitert und das Auge des Betrachters auf einem diagonalen visuellen Weg führt. Das Ganze vermittelt eine idealisierte und lyrische Vision der Landschaft, in der Natur und menschliche Präsenz in harmonischer Balance koexistieren, gemäß einem arkadischen Geschmack, der typisch für die Landschaftsproduktion der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist. Das Werk ist auf einer Holztafel ausgeführt, die später parkettiert wurde, eine konservatorische Maßnahme, die darauf abzielt, den Träger zu stabilisieren und Verformungen oder Verwerfungen des Holzes zu verhindern. Diese Struktur zeugt von konservatorischer Sorgfalt, die auf die Erhaltung der Ebenheit des Gemäldes abzielt. Das Werk wird von Prof. Emilio Negro auf der Grundlage stilistischer und kompositorischer Überlegungen Giovanni Migliara zugeschrieben, die auf die Landschafts- und Vedutenproduktion des Künstlers zurückzuführen sind, der für seine perspektivische Genauigkeit und seine poetische Interpretation der architektonischen und natürlichen Landschaft bekannt ist. Die Komposition fügt sich in die Tradition der italienischen romantischen Vedute ein, in der die Landschaft eher einen evokativen und idealen als einen beschreibenden Wert annimmt und den arkadischen Geschmack widerspiegelt, der in der Landschaftsmalerei zwischen Spätklassizismus und Romantik verbreitet war.